Hauenhorst erneut Kreispokalsieger der Damen

15.05.2026

Germania Hauenhorst gewinnt Kreispokal

Die Frauen von Germania Hauenhorst sicherten sich mit einem 2:1 über Borussia Emsdetten den 11. Kreispokal. Pauline Watta glänzte dabei als späte Torschützin und Retterin in Not – und bescherte (Noch-)Coach Igor Speter den perfekten Abschied.

Donnerstag, 14.05.2026 - 19:54 Uhr 
 

Als Schiedsrichter Klaas Meinert die Partie abpfiff, fiel die Anspannung in der Schöken’s Arena spürbar ab. Nach einer wilden Nachspielzeit sicherten sich die Fußball-Frauen von Germania Hauenhorst durch einen 2:1-Zittersieg gegen Landesligist Borussia Emsdetten den elften Kreispokal der Vereinsgeschichte. Es war das perfekte, aber hart erkämpfte Abschiedsgeschenk für den scheidenden Germania-Coach Igor Speter, der nach dem Abpfiff glücklich sagte: „Jetzt brauche ich erstmal ein Bier!“.

Als das Elfmeterschießen schon in der Luft lag, schlug die Stunde von Germanias Pauline – genannt „Paule“ – Watta. 83. Minute: Schampera passte in den Rückraum, Watta zog ab, wurde geblockt. Doch die extrem fleißige Nummer 16 blieb giftig und stocherte den Ball im Nachschuss über die Linie.
 

Was dann in der vierminütigen Nachspielzeit folgte, war Pokaldrama „at it’s best“. Borussia warf nochmal alles nach vorne. Kim Lea Wolters hatte aus fünf Metern die Riesenchance, doch Germanen-Torhüterin Sarah Hauling lenkte den Ball mit einem überragenden Reflex über die Latte. Danach zirkelte Ina Teltenkötter einen direkten Freistoß aufs Tor. Und wer stand auf der Linie und köpfte das Ding im letzten Moment aus der Gefahrenzone? Matchwinnerin Pauline Watta.

„Borussia ist immer stark. Die Rettungstat hat sich noch besser angefühlt als das Siegtor“, verriet die Pokalheldin nachher im Gespräch.

Borussia überrascht den Favoriten


Aber von vorne: Circa 150 Zuschauende trotzten dem Schmuddelwetter in Borghorst und sahen zunächst das Erwartbare: Der Favorit aus der Westfalenliga drückte aufs Tempo. Schon nach drei Minuten klatschte ein Distanzschuss von Berit Richter an den Außenpfosten.

 

Dann aber gleich die Überraschung: Emsdettens Kristin Wissing marschierte über rechts, ihre scharfe Hereingabe schob Jule Uhlenbrock am zweiten Pfosten flach zum 0:1 ein (12.). Es passte zum Bild: Borussia hatte hier eine sehr gute Tagesform, suchte stets die spielerische Lösung und schlug kaum blinde Bälle nach vorne. Die Vierer- wurde situativ zur Fünferkette. Dass Hauenhorst vor der Pause doch noch zurückschlug, war individueller Qualität geschuldet. Nicole Schampera bekam den Ball in den Lauf gespielt und servierte eine punktgenaue Flanke, die Filipa Barbosa Sampaio per Kopf zum 1:1-Halbzeitstand verwertete.

Speter braucht „erstmal ein Bier“


Mit dem Seitenwechsel kam zwar die Sonne raus, das spielerische Niveau versteckte sich aber weiter hinter den Wolken. Es entwickelte sich ein immer zäheres Ringen. Meike Winninghoff riss die Zuschauenden mal aus der Lethargie, als sie nach einer guten Stunde völlig frei vor Borussias starker Keeperin Marita Theele auftauchte, diese umkurvte, aber den Ball dann ans Außennetz setzte (63.).


Auch ihr (Noch-)Trainer Igor Speter ging das Finale an die Nerven: „Ich brauche jetzt erst mal ein Bier“, sagte er erleichtert und lobte seine Fußballerinnen: „In der ersten Halbzeit haben wir noch sehr guten Fußball gespielt, die zweite war dann auf Kampf aufgebaut. Ich freue mich, dass meine Mädels sich am Ende für eine starke Saison belohnt haben. Ich wollte die Mannschaft so übergeben, wie ich sie vorgefunden habe: als Westfalenligist.“

 

Germania Hauenhorst: Hauling – Richter, H. Khdir (88. Stoltmann), Schulze Niehues, A. Khdir – Jäger (71. Borges), Scheinig – Watta – Barbosa Sampaio, Schampera (90. Rudolph), Winninghoff (90. Durgut)

Borussia Emsdetten: Theele – Leusmann, Borgmann, Mussenbrock (57. Abelmann) – Robbe, K.-L. Wolters, Teltenkötter, Wissing (90. Kötter) – Scheipers, A. Wolters, Uhlenbrock

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