Bei Borussia ist die Hoffnung zurück

12.05.2026

Fußball-Westfalenliga: Trainer-Fuchs Roland Westers formt eine Truppe, die erfolgreich ist

-cni- EMSDETTEN. Jetzt klingelt‘s im Schweinderl: „Die Hoffnung stirbt zuletzt!“ Aber für Westfalenligist Borussia Emsdetten ist erst mal wichtig, überhaupt wieder Hoffnung zu haben. 2:1 über FSC Rheda und jetzt das 4:2 in Espelkamp – sechs Punkte, die den Rot-Weißen im Tabellenkeller wieder Leben eingehaucht haben.

Verantwortlich dafür ist Interimstrainer Roland Westers. Gleich nach dem Abpfiff in Espelkamp scharte er seine Kicker auf dem Platz im „Kreis“ um sich, hielt eine motivierende Ansprache mit Blick auf die letzten drei Partien der Borussia am Sonntag zuhause gegen GW Nottuln, auswärts beim FC Nordkirchen und zum Abschluss daheim gegen SF Ostinghausen.

„Wir wollen die maximale Punktausbeute holen – und dann schauen wir, was am Ende rauskommt“, erklärt Westers. Aktuell sind die Teams ab Platz sieben der Westfalenliga noch im Zitter-Modus.

Auf seiner Hilfsmission bis Saisonende hatte Westers zum Auftakt ein 0:5 in Mesum kassiert. Danach deklarierte er seine Borussia als Absteiger, mit dem Ziel, den Druck vom Team zu nehmen. Es folgten das 2:1 über Rheda und jetzt das 4:2 in Espelkamp. Der Trainer-Fuchs versteht es eben, eine Truppe zu formen. Westers lobt: „Klasse, Jungs, gut die Höhe gehalten.“ Westers grantelt: „Warum haut der den Ball nicht einfach drauf?!?“ Westers verzeiht Fehler: „Kann immer passieren. Super gearbeitet.“

Der erfahrene Coach findet den richtigen Ton. Das kommt beim Borussen-Team an – und die Spieler zahlen mit Leidenschaft und Leistung zurück. „Die Jungs haben wirklich alles reingehauen“, stellte der Coach nach dem Abpfiff fest.

Borussia kämpft, Borussia rennt, Borussia ackert. Borussia spielt nicht unbedingt schön – aber erfolgreich. Das Team sucht schnörkellos den Weg nach vorn, erarbeitet sich Chancen, schießt vier (!) Tore. Das ist Saisonrekord für die Rot-Weißen, die bis zum Espelkamp-Kick kümmerliche 20 Treffer in 26 Partien auf dem Konto hatten.

Um die Hoffnung am Flackern zu halten – Borussia hat immer noch fünf Zähler Rückstand aufs rettende Ufer –, muss das Westers-Team am Sonntag im Heimspiel gegen GW Nottuln nachlegen.

Dann schaut es auch personell wieder besser aus: Kapitän „Henni“ Ohde und Spielmacher Kai Deradjat kehren nach abgebrummten Gelb-Sperren auf jeden Fall zurück. Westers hat dann mehr Alternativen.

Obwohl: Die Jungs, die am Sonntag auf dem Platz standen, haben es gut gemacht. Tom Bovenschulte überzeugte als Innenverteidiger, wie auch der junge Max Siepmann, der vor allem in der 2. Hälfte durch kompromissloses Zweikampfverhalten gefiel. „Max hat das stark gemacht, das freut mich sehr für ihn. Er hat ja sonst nicht so oft von Anfang an gespielt“, findet Westers auch hier den richtigen Ton.

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