„100 Prozent werden nicht reichen“

09.05.2026

Fußball-Westfalenliga: Borussia will die Rote Laterne an Gastgeber Espelkamp abgeben / Personalnot

EMSDETTEN Es war eine Mini-Auferstehung. Nach neun Pleiten in Folge gewann Westfalenligist Borussia Emsdetten am vergangenen Sonntag mit 2:1 gegen FSC Rheda. Roland Westers, Interimstrainer bis Saisonende, wollte danach trotzdem nichts von einer möglichen Wunder-Rettung wissen. Fünf Punkte Rückstand auf die Nicht-Abstiegsränge sind bei nur noch vier Spielen nun mal kaum aufzuholen.

Fallen denn unter seinen Spielern Begriffe wie „rettendes Ufer“ und „Klassenerhalt“? Westers: „Gott sei Dank nicht. Da fallen eher Begriffe wie ,Espelkamp‘.“ Das ist der Gegner am Sonntag. Und allein dem gilt Westers‘ Aufmerksamkeit. „Wir wollen dieses blöde Spiel gewinnen. Ich fänd‘s schon geil, wenn wir nicht Letzter werden.“

Noch ist Borussia Schlusslicht, Gastgeber Preußen Espelkamp ist punktgleicher Vorletzter. Mit einem Sieg gäbe Emsdetten die Rote Laterne an die Hausherren ab. „Wird schwer genug“, weiß Westers. Denn der Sieg gegen Rheda kam Borussia teuer zu stehen. Das starke Innenverteidiger-Pärchen Hendrik Ohde (5. Gelbe) und Mattes Langelage (Muskelverletzung) sowie Mittelfeld-Regisseur Kai Deradjat (ebenfalls 5. Gelbe) müssen in Espelkamp zuschauen. Hinzu kommen die Langzeit-Ausfälle. Sehr bitter in einem Spiel, in dem Emsdetten bestenfalls mit einem Sieg auf Schlagdistanz an die Nicht-Abstiegsränge rankommen könnte. „Ja, ja, ja“, unterbricht Westers den EV-Satz, will halt weiterhin nichts von Wunder-Rettung hören, stellt fest: „Ausfälle sind immer bitter.“ Beim Dienstag-Training konnte er nur neun Feldspieler aus seinem Kader begrüßen, Donnerstag immerhin zwölf. Am Sonntag wird Jonas Hans, Mittelfeldspieler aus der Reserve, aushelfen.

Aufgrund der Personallage fährt die Borussia als Außenseiter nach Espelkamp. Westers fordert: „Jeder muss genau wissen, dass 100 Prozent nicht reichen werden. Wir können mental befreit ins Spiel gehen, aber mit dem nötigen Willen, zu siegen.“

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