„Wir machen uns von der Tabelle frei“

11.04.2026

Wiethölter vor dem Keller-Duell in Soest:

Ist das die letzte Chance für die Borussen, noch den Klassenerhalt in der Westfalenliga zu schaffen?

Zwei Spiele muss Borussia auf Vincent Schulte (li.) verzichten, der am Ostermontag beim 1:2 gegen Kaunitz „Rot“ sah. | Foto: THOMAS STRACK

Am Sonntag steigt ab 15.30 Uhr im Jahnstadion am Dasselwall 3 das ultimative Keller-Duell zwischen Schlusslicht SV Westfalia Soest und dem Vorletzten Borussia Emsdetten.

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Können die Borussen dann ihre traurige Serie von sieben sieglosen Spielen – sechs Niederlagen, ein Remis – endlich beenden? Werden sie endlich ihr erstes „eigenes“ Tor in der Westfalenliga in diesem Jahr erzielen? Bisher traf nur der Gegner für die Dettener.


„So einen Negativ-Lauf habe ich als Trainer noch nicht erlebt“, gesteht Borussia-Coach Marc Wiethölter. Mit dem Mannschaftsrat hat er nach dem äußerst unglücklichen 1:2 am Ostermontag gegen Mit-Kellerkind Kaunitz die Situation besprochen.


Die Quintessenz aus diesem Gespräch: „Wir machen uns frei von der Tabelle. Wir werden strikt unseren Weg weitergehen“, so Wiethölter.


Klar ist: „Wir haben es nicht mehr selber in der Hand. Wir haben jetzt noch acht Endspiele, es gibt noch 24 Punkte – und wir wollen jede Partie wie ein Endspiel angehen!“


Da klingelt es, keine Frage, zwar gewaltig im Phrasenschweinderl, aber dennoch zeigt das auch: Die Borussen glauben noch an den Klassenerhalt, schmeißen die Flinte nicht vorab ins Korn, wollen kämpfen.


Das allerdings ohne die rot-gesperrten „Henni“ Ohde, der noch ein Spiel pausieren muss, sowie Vincent Schulte, der gegen Kaunitz „Rot“ sah und eine Zwei-Spiele-Sperre aufgebrummt bekam. Tom Holöchter ist auswärts nicht am Ball, dafür kehrt aber Max Siepmann in den Kader zurück, der seine Verletzung überwunden hat. Oli Milek soll, wie schon am Donnerstag, der Reserve im Kampf gegen den A-Liga-Abstieg helfen.


Borussia-Gegner Soest hat nach dem 0:2 in Kaunitz am 29. März Trainer Stefan Fröhlich entlassen. „Schon der zweite Trainer, der in Soest in dieser Saison gehen muss“, erklärt Wiethölter dazu. „Zum Glück geht Borussia einen anderen Weg“, freut er sich über das Vertrauen seines Klubs. Und würde das gern mit dem ersten Sieg im neuen Jahr untermauern.

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