Borussias Stadion soll zum Hexenkessel werden

04.04.2026

Fußball: Immens wichtiges Nachholspiel

-mho-EMSDETTEN. „Fakt ist: Wir dürfen das Spiel nicht verlieren.“ Der Satz von Borussia Emsdettens Trainer Marc Wiethölter bringt die Bedeutung der Nachholpartie an Ostermontag auf den Punkt. Mit einem Heimsieg ab 15 Uhr gegen den FC Kaunitz zöge Borussia in der Westfalenliga an den Gästen vorbei und stünde wieder überm Strich. Kassiert der Tabellenvorletzte aber seine sechste Liga-Pleite in Folge, dann wächst der Rückstand aufs rettende Ufer auf fünf Punkte an. Das wäre bei dann noch acht verbleibenden Partien ein dickes Brett.

Der Coach weiß, was seine leidgeprüfte Mannschaft und die Fans herbeisehnen: „Wir müssen endlich mal wieder in Führung gehen. Das könnte einen kleinen Hexenkessel entfachen.“ Denn das Walter-Steinkühler-Stadion dürfte bei diesem wichtigen Spiel gut voll werden. Das war es am vergangenen Sonntag auch schon. Direkt nach der 0:1-Niederlage gegen Rödinghausen II erhielten die enttäuschten Borussia-Jungs viel Zuspruch. Wiethölter über die Zuschauer-Reaktionen: „Es hat in keinster Weise jemand schlechte Stimmung verbreitet.“ Stattdessen gab es viele Mutmacher-Kommentare, dass sich solch beherzte Auftritte irgendwann auszahlen müssen.

Gegen Rödinghausen II blieb die Belohnung nur deswegen noch aus, weil ein falscher Schiri-Pfiff in der Nachspielzeit Julius Hölschers vermeintliches Tor zum 1:1 raubte. Selbst Rödinghausens Trainer Michel Ciomber räumte nach Ansicht der Video-Bilder gegenüber Wiethölter ein: „Reguläres Tor. Wir hatten Glück.“

Wiethölters Marschroute: „Wir müssen alles ausblenden und weitermachen.“ Auch bei seiner Truppe habe er nur Minuten nach der unglücklichen Niederlage schon wieder Angriffsstimmung gespürt. Denn: „Unsere Leistung war ja absolut okay.“

Wie steht‘s Montag um die Nerven? „Klar hat man Druck, wenn man da unten drinsteht. Aber den kann man auch in positive Energie umwandeln.“ Schließlich sei Fußball „die schönste Nebensache der Welt“.

Am Donnerstagabend ließ Borussia eine alte Tradition wieder aufleben: gemeinsames Eieressen im Stadion. Wiethölter wollte sich dabei von den Besuchern bei einem Bierchen „unsere Taktik für Montag erklären lassen“, wie er im Vorfeld scherzte. Da an dem Abend trainingsfrei war und wegen der hohen Spritpreise (viele Spieler kommen von weiter weg) bestand für seinen Kader keine Anwesenheitspflicht. „Generell ist mir bei solchen Veranstaltungen aber wichtig, dass die 1. Mannschaft dabei ist und vorangeht“, betont der Coach, „als 1. Mannschaft stehst du im Fokus und hast ein paar Pflichten.“

Ein Sieg gegen Kaunitz ist auch fast schon Pflicht...

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