Personalien bei Westfalenligist Borussia / Sonntag wichtiges Keller-Duell beim VfL Theesen

21.03.2026
Özmen geht, Gebhardt & Isaak kommen

 

Christoph Niemeyer

EMSDETTEN. Ein Stürmer geht, ein anderer kommt. Am Freitag ploppte die Nachricht auf, dass Kürsat Özmen nach nur einer Saison Borussia Emsdetten wieder verlassen wird, ihn zieht es zu Westfalenliga-Konkurrent Kinderhaus. Gleichzeitig präsentierte die Borussia nur einen Tag nach der Verpflichtung von „Sechser“ David Isaak vom Oberligisten 1. FC Gievenbeck (unser Medienhaus berichtete) einen weiteren Neuzugang: Dustin Gebhardt (20) vom SC Spelle-Venhaus II. Dort absolviert er aktuell sein drittes Jahr.

Trainer Marc Wiethölter am Freitag: „Dustin ist ein typischer Flügelstürmer. Er kann links wie rechts spielen, tendiert aber, obwohl Rechtsfuß, eher zur linken Seite.“ Gebhardt hat bei den Spellern „auch schon im Oberliga-Kader mittrainiert und Ambitionen, ein, zwei Ligen höher zu spielen“.

„An Borussia gefällt mir die familiäre Atmosphäre“, erklärt Gebhardt im Gespräch mit der EV. „Mit Arne Moselage und Elias Ernst habe ich in der A-Jugend beim FCE Rheine zusammengespielt. Mein Ziel ist es, hier Stammspieler zu werden, Tore zu erzielen beziehungsweise vorzubereiten.“ Genau das brauchen die Borussen dringend.

In der Westfalenliga wartet am Sonntag ab 15 Uhr die Aufgabe beim VfL Theesen. Die Gastgeber haben einen Punkt mehr als der Liga-13. aus Detten auf dem Konto, es ist ein Duell im Zeichen des Abstiegskampfes. „Die Tabelle lügt nicht, das ist für beide Mannschaften ein sehr, sehr wichtiges Spiel“, betont Trainer Wiethölter.

Zuversichtlich stimmt den Coach die knappe 1:2-Niederlage am Mittwochabend im Kreispokal-Viertelfinale gegen den Oberligisten FCE Rheine. Wiethölter: „Das Spiel hat Spaß gemacht. Die Jungs haben sich nachher richtig geärgert, dass sie verloren haben. Ich habe bei ihnen diese Gier gesehen“, die es braucht, um erfolgreich zu sein.

Genau die müssen die Borussen am Sonntag beim VfL Theesen auf den Platz bringen, um wichtige Punkte mitzunehmen. „Wir haben die drei Mannschaften von ,oben‘ weg. Jetzt sind wir unter Zugzwang, jetzt müssen wir liefern“, weiß der Borussen-Coach, was angesagt ist.

Für den Rot-gesperrten Kapitän Hendrik Ohde soll Mattes Langelage, so er nach seinen Rückenproblemen wieder völlig fit ist, neben Tom Bovenschulte in die Innenverteidigung rücken. Tom Holöchter fehlt, dafür ist Jule Hölscher nach seiner Gelb-Sperre zurück. Mats Hagel ist erkältet, aber dennoch für Sonntag eine Option.

Das gilt auch für Linksfuß Vincent Schulte. Der nahm am Freitagabend nicht am Abschluss-Training teil, wurde stattdessen am maladen Fuß behandelt und gab anschließend den Grillmeister für seine Teamkollegen, als nach der Einheit noch ein gemütliches Beisammensein plus Videostudium angesagt war.

Trainer Wiethölter rechnet am Sonntag „mit einem Spiel auf Augenhöhe. Wir müssen einfach immer einen Meter mehr machen als der Gegner und uns das Spiel-Glück erarbeiten“, fordert er. Das Hinspiel gewann Borussia Emsdetten mit 2:1. Ein Sieg am Sonntag, wie auch immer der ausfällt, wäre enorm wichtig, damit die Emsdettener weiterhin in der Westfalenliga über dem Strich bleiben. Borussia-Motto: „Nach einem Sieg in Theesen schmeckt das Bier am Tresen.“

Borussia holt „Sechser“ David Isaak

Westfalenligist Borussia Emsdetten verpflichtet zur neuen Saison einen Oberliga-„Sechser“.

„Es werden noch einige Neuzugänge kommen“, hatte Borussias Sportlicher Leiter Hans-Dieter Jürgens vor Kurzem angekündigt. Jetzt lässt Trainer Marc Wiethölter diesen Worten erste Taten folgen: Am Donnerstag gab der Coach des Westfalenligisten mit David Isaak den ersten namhaften Neuzugang für die kommende Saison bekannt.

 

David Isaak kommt vom klassenhöheren Oberligisten 1. FC Gievenbeck zu den Borussen. Der 22-Jährige wird auf der „Sechs“, also im defensiven Mittelfeld, oder als Innenverteidiger eingesetzt. Vor allem in der Innenverteidigung haben die Dettener Bedarf, da Mattes Langelage am Saisonende zum Oberligisten FCE Rheine wechselt.


Pokalspiel verfolgt


Aktuell sei Isaak kein Stammspieler im FCG-Team. Der Neuzugang kommt aus der Gievenbecker Jugend, gilt als gut ausgebildet. „David möchte seine Wohlfühl-Oase verlassen“, weiß Wiethölter, warum sich Isaak für die Teekotten-Truppe entschieden hat. „Der FC Gievenbeck wollte ihn gern halten, konnte ihm aber keine Stammplatz-Zusage geben“, erklärt der Borussen-Trainer.


David Isaak war am Mittwochabend in Reckenfeld auch Augenzeuge der 1:2-Niederlage der Borussen im Viertelfinale des Kreis-Pokals gegen den Oberligisten FC Eintracht Rheine (unser Medienhaus berichtete). „Da haben wir ja zum Glück so abgeliefert, dass er sich auf uns freut“, frohlockt Wiethölter.


Der Coach freut sich auf einen flexibel einsetzbaren Neuzugang, der bisher 32 Oberliga-Einsätze absolviert hat. Der Vertrag Isaaks gilt zunächst für ein Jahr. Wiethölter: „Wenn es passt, kann sich David aber durchaus vorstellen, längerfristig bei uns zu bleiben.“

Marc Wiethoelter