Neuer Borussia-Trainer steht fest

13.03.2026

Fußball: Daniel Thele übernimmt im Sommer Frauen-Landesligist Emsdetten / „Super interessante Adresse“

-mho-EMSDETTEN. Am 22. Februar trat Frauen-Landesligist Borussia Emsdetten zu einem Testspiel bei Bezirksligist Westfalia Hopsten an. Was die Gast-Mannschaft da bereits wusste: Sie bekommt es in den folgenden 90 Minuten mit ihrem künftigen Coach zu tun. Name: Daniel Thele. Der 41-Jährige beerbt am 1. Juli 2026 Birger Röber, der bereits vor Monaten verkündet hatte, sich nach dieser Saison in den Trainer-Ruhestand zu verabschieden. Den Nachfolger gab Borussias Sportlicher Leiter Frank Weber jetzt bekannt.

„Am Donnerstag vor dem Testspiel“, so Thele, „hatte ich mich damals Borussias Mannschaft vorgestellt. Es war ein schönes Gespräch. Mir ist wichtig, dass es zwischen Vorstand und mir funktioniert. Viel wichtiger ist mir aber, dass die Mannschaft ihr Go gibt.“ Das gab sie, signalisierte, mit diesem Coach zusammenarbeiten zu wollen.

Das Testspiel endete 1:1. „Hat mir vom Ergebnis her natürlich sehr gut gefallen“, blickt Thele schmunzelnd zurück. Zwei Tage danach habe er auch seine aktuelle Hopstener Mannschaft, die unvorbelastet in das Spiel gegen Borussia gehen sollte, über seine künftige Station informiert. Dass der Trainer nach vier Jahren den Bezirksligisten verlassen würde, stand bereits seit Dezember fest. Er wolle dort den Weg freimachen für neue Impulse, erklärt Thele.

Als bekannt wurde, dass er ab Sommer auf dem Markt sein würde, trudelten rasch zahlreiche Anfragen ein. Frauen-, Männer- und A-Jugend-Mannschaften hätte Thele übernehmen können. Richtig hellhörig wurde er aber erst beim Anruf aus Emsdetten. „Ich musste nur wenige Nächte drüber schlafen. Der Frauenfußball hat bei Borussia hohen Stellenwert. Eine super interessante Adresse mit viel Entwicklungspotenzial.“ Für Thele bedeutet die Zusage auch: raus aus der Komfortzone, hinein in einen neuen Fußballkreis. „Ich bin ein Freund davon, sich weiterzuentwickeln.“ Zudem steigt er eine Liga auf. Und: „Borussia passt gut zu mir“, sagt der leidenschaftliche BVB-Fan, der regelmäßig in der Dortmunder Arena ist.

Daniel Thele ist Mettinger, hütet bei der dortigen Eintracht noch heute gelegentlich das Tor der Alten Herren. In dem Verein arbeitete er auch sieben Jahre lang im Frauenfußball, sammelte wichtige Erfahrungen in der Entwicklung von Mannschaften und Spielerinnen. Daran knüpfte der Inhaber der DFB-B-Lizenz ab 2022 in Hopsten an. Aktuell steht er mit dem Bezirksligisten auf dem 6. Tabellenplatz – und empfängt übrigens zum Rückrundenstart am kommenden Sonntag Borussia Emsdettens Frauen-Zweitvertretung.

Thele hat sich mittlerweile einige Partien seines künftigen Teams angeschaut. „Ich sehe da tolle Spielerinnen und coole Charaktere.“ Dass er direkt für zwei Jahre unterschrieben hat, sei auch ein Signal: „Die Entwicklung einer Mannschaft ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“ In höchsten Tönen lobt Thele die Arbeit seines Vorgängers Röber. „Ich trete in große Fußstapfen. Zu Birger habe ich sehr guten Kontakt, bin ihm super dankbar für den Austausch.“ Wer wird sein Co-Trainer? „Wir sind noch in Gesprächen“, antwortet Thele. Sein Hopstener Assistent Christoph Huesmann hört nach der Saison auf. Nimmt Thele eine seiner aktuellen Spielerinnen mit nach Emsdetten? Der Coach betont, er würde niemals pro-aktiv bei seinem aktuellen Verein wildern. Komme aber eine Spielerin auf ihn zu, müsse man reden.

Thele setzt auf „offensiven, aktiven Fußball. Sowohl mit als auch gegen den Ball.“ Und die Basics, wie Laufbereitschaft, will er natürlich sehen. In puncto Einsatz geht er an der Seitenlinie voran: „Ich bin nicht unbedingt der leise Trainer, bin am Rand aktiv und lautstark unterwegs

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