-mho-EMSDETTEN. Frauen-Landesligist Borussia Emsdetten zeigte am Sonntag zu Hause gegen BW Aasee eine richtig starke, intensive erste Halbzeit. Nur die Tore fehlten. Die schossen stattdessen nach dem Seitenwechsel die Gäste und nahmen mit 2:0 alle drei Punkte mit.
Bei Borussia-Trainer Birger Röber herrschte danach „große Frustration. Warum eine Mannschaft in der ersten und der zweiten Halbzeit zwei so unterschiedliche Gesichter zeigt, das kann ich in 1000 Jahren nicht verstehen.“ Nach der Pause bot seine Elf nur noch „Standfußball. Warum spielen wir nicht mit Schaum vorm Mund weiter? Wo sind plötzlich Mentalität und Charakter?“ Dabei könne man mit Mut und Leidenschaft die Qualitäts-Defizite, die seine personell gebeutelte Truppe zurzeit nun mal habe, wettmachen. Doch davon war in Durchgang zwei nichts mehr da. „Das kann man auch nicht trainieren“, sagte ein enttäuschter Röber. Für die Gäste aus Münster trafen Isabel Ueding (58.) und Emily Roos (68.).
Während für den Tabellen-Neunten Borussia die Saison in der Landesliga praktisch gelaufen ist, sitzt im Kreispokal die Titelverteidigung weiter drin. Zwei Tage vor der Schlappe gegen Aasee gewann Emsdetten am Freitag im Viertelfinale beim zwei Klassen tiefer spielenden A-Ligisten FSV Ochtrup mit 1:0 (0:0). Auch mit dieser Leistung war Röber nur semi einverstanden. Tiefe und Breite wollte er bei seiner – mit nur zwölf Spielerinnen angereisten – Mannschaft sehen, die sich stattdessen oft gegenseitig auf den Füßen stand. Der Favorit hatte deutlich mehr Ballbesitz und Chancen, brauchte jedoch ein Eigentor zum Weiterkommen: Bei einer Emsdettener Ecke traf Ochtrups Katharina Bender in die eigenen Maschen (47.) Röber: „Wir können froh sein, dass wir nicht ins Elfmeterschießen mussten.“
Im Halbfinale wartet Bezirksliga-Spitzenreiter SG Horstmar/Leer.

