-mho-EMSDETTEN. Es ist ein enorm wichtiges Westfalenliga-Derby. Am Sonntag, 08.03.26 um 15:00 Uhr tritt Borussia Emsdetten beim SuS Neuenkirchen an. Etwas überraschend brauchen nicht nur die Gäste dringend Punkte gegen den Abstieg, sondern auch die Hausherren. Dabei war Neuenkirchen nach 14 Spieltagen noch Tabellen-Dritter, nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter Kinderhaus. Dann jedoch folgten vier Pleiten am Stück gegen Nordkirchen (1:2), Ostinghausen (1:3), Kinderhaus (1:3) und zuletzt beim FC Kaunitz (0:4). Damit taumelte der SuS runter Richtung Rotlichtzone, liegt nur noch fünf Punkte über dem ersten Abstiegsplatz. Und wird darauf brennen, diesen Negativlauf jetzt gegen Emsdetten zu bremsen.
„Ja, definitiv“, erwartet auch Borussen-Trainer Marc Wiethölter, „aber wir brennen genauso.“ Es gelte nicht zuletzt, sich für die 0:3-Hinspielschlappe zu revanchieren. „Die haben damals eine sehr gute Leistung gezeigt, wir eine sehr schlechte“, erinnert sich Wiethölter mit Grausen. Am Sonntag rechne er mit einem „Spiel auf Augenhöhe. Wir werden alles dafür tun, punktetechnisch mit Neuenkirchen gleichzuziehen.“
Borussia hat allerdings weiter mit Personalproblemen zu kämpfen. Der wichtige Anführer Julius Hölscher konnte nach seiner Kopfverletzung erstmals seit zwei Wochen am Donnerstag wieder trainieren, steht zur Verfügung. Wiethölter hofft, dass auch Regisseur Kai Deradjat nach seiner Weisheitszähne-OP und Jan Fislage (wochenlange Knieprobleme) bereit sind. Auf jeden Fall wolle er nur Spieler in den Kader aufnehmen, die in diesem Derby voll durchziehen können. Fraglich ist auch Julian Dirks, der am vergangenen Sonntag gegen Peckeloh eine Kapsel-Blessur erlitt. Winter-Neuzugang Florian Altemöller erwischte es bei der 0:2-Niederlage ebenfalls, er fällt mit einer Außenbandverletzung aus.
Trotz Personalsorgen sah Wiethölter gegen Peckeloh einen guten Auftritt seiner Jungs. Sie hätten zwar kein Chancen-Feuerwerk abgebrannt, die Partie gegen ein Topteam der Liga aber lange offen gehalten. Hätte Stürmer Kürsat Özmen seine zwei Chancen genutzt, hätte es auch in eine ganz andere Richtung laufen können. „Er ist der selbstkritischste Mensch, will es auf dem Platz manchmal erzwingen“, sagt Wiethölter und hofft, dass der im Spiel stets fleißige Özmen bald in einen Tor-Flow findet. „Er ist und bleibt für uns ein wichtiger Spieler.“ Dem aufgrund des Ramadans zurzeit womöglich ein paar Körner fehlen. Gleiches gelte für Samir Haxha, der sich obendrein mit Problemen im hinteren Oberschenkel herumplagt.
Was Trainer Marc Wiethölter gefällt: Sein dünner Kader sei extrem nahe zusammengerückt. „Die Truppe zeigt im Training eine unheimliche Gier. Das macht richtig Spaß.“ Jetzt gilt es nur noch, das dünne Zwei-Punkte-Polster auf die Abstiegsplätze wieder dicker werden zu lassen.

