-mho-EMSDETTEN. Gebannt wartet Borussia Emsdetten auf die Entscheidung: Wird das Projekt „Kunstrasenplatz-Bau im Walter-Steinkühler-Stadion“ vom Bund mit sehr viel Geld gefördert oder nicht? Bis Ende Februar/Anfang März sollte Gewissheit herrschen. „Es wird aber ein paar Wochen länger dauern“, teilt Emsdettens Erster Beigeordneter Elmar Leuermann (Foto) auf Nachfrage mit. Denn Borussias Projekt hat sehr, sehr zahlreiche Konkurrenz.
Es geht um das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. 333 Millionen Euro sind im Topf. Dass dieses Geld nicht für alle Anträge aus der gesamten Republik reichen dürfte, war im Grunde vorher schon klar. Nun stellt sich aber heraus, wie extrem begehrt die Fördermittel sind. „Das Programm ist stark überzeichnet“, hat Leuermann erfahren. Es gebe „Tausende Bewerbungen. Die muss man alle auswerten und dann entscheiden.“
Sollte Borussias Kunstrasen-Traum keine Berücksichtigung finden, dürfte das ersehnte Bau-Vorhaben auf längere Sicht tot sein. „Ohne Förderung ist das Projekt nicht darstellbar. So realistisch muss man sein, und so realistisch ist, glaube ich, auch Borussia Emsdetten“, hatte Leuermann bereits im Januar zur EV gesagt.
Satte 1,93 Millionen Euro sollen die Baumaßnahmen kosten. Der derzeitige Nebenplatz in dem städtischen Stadion soll dabei um 90 Grad gedreht werden, sodass künftig zwei Plätze nebeneinander passen: einer mit Naturrasen und – viel wichtiger – der andere mit künstlichem Untergrund. Damit wäre der Trainings- und Spielbetrieb künftig auch im Winter endlich weitgehend gewährleistet.
Borussia hatte Anfang des Jahres auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, sich mit 250.000 Euro Eigenanteil an den Kosten zu beteiligen. Nachdem diese Voraussetzung der Stadt erfüllt war, reichte sie Mitte Januar die Bewerbung beim Bundes-Förderprogramm ein. Borussias Eigenanteil abgezogen, blieben noch 1.681.000 Euro Baukosten. 45 Prozent davon übernähme das Bundesprogramm, den Rest die Stadt Emsdetten. Grünes Licht hatte die Politik dafür bereits signalisiert. Aber halt nur, wenn es das Projekt ins Förderprogramm schafft.
Borussias Hoffen und Bangen dauert an.

