-mho- EMSDETTEN. Erfreulicher Termin für Marc Wiethölter. Mit dem SC Altenrheine wurde er am Donnerstagabend als Rheines Mannschaft des Jahres ausgezeichnet. Hintergrund: Bevor der Trainer im Sommer 2025 Westfalenligist Borussia Emsdetten übernahm, hatte er im Mai mit Landesligist Altenrheine den Kreispokal gewonnen. Als nun die Ehrung anstand, fragten die Ex-Kollegen: „Hast du Zeit? Kommst du mit?“ Natürlich kam er mit, denn: „So etwas erlebst du als Sportler ja nicht so oft.“ Bemerkenswert: Auch Wiethölters Tochter Marieke (13) wurde mit ihren C-Mädels, die 2025 die Quali zur Handball-Oberliga packten, zur Mannschaft des Jahres gewählt, und zwar in Ibbenbüren.
Seit 15. Januar befindet sich Borussia wieder im Training. Wie sehen die Arbeitsbedingungen aus? „Schlecht“, antwortet Wiethölter knapp. Das habe wenig damit zu tun, dass der Verein über keinen Kunstrasen verfügt, denn auch auf diesem Untergrund gehe angesichts der eisigen Temperaturen zurzeit wenig. „Wir müssen improvisieren“, sagt Wiethölter. Am Freitagabend etwa stand die Soccerhalle in Hiltrup auf dem Plan. In dem Münsteraner Stadtteil hätten sich die Borussen direkt ein Hotel nehmen können, denn am Tag darauf soll ebenfalls in Hiltrup ihr erstes Testspiel stattfinden. Soll! Der Oberligist will am Samstagvormittag seinen Kunstrasen begutachten und dann mitteilen, ob der um 14.30 Uhr geplante Anpfiff ertönen kann.
Drei Winter-Neuzugänge verzeichnet die Borussia (die EV berichtete), doch nur einer von ihnen könnte am Samstag seine Premiere feiern. Denn Rückkehrer Laurentiu Tuca (von Oberligist Vreden) kränkelt, der von Westfalenliga-Konkurrent SV Mesum gekommene Stürmer Jan Fislage ist angeschlagen. Bleibt noch Julian Moczygemba. Der Neuzugang von Bezirksligist SV Holdorf soll im Tor beginnen. Wiethölter hofft, dass sich Keeper Lars Dömer nach überstandener Verletzung fit genug fühlt, ebenfalls eine Halbzeit lang den Kasten zu hüten. Die eigentliche Nummer eins Luca Dömer ist ebenso im Skiurlaub wie Julius Hölscher. Fehlen werden außerdem Linus Schnieders (fällt nach Patellasehnen-OP noch wochenlang aus), Attila Szabo (Leistenprobleme) und Elias Ernst (muss mit einer Meniskus-Verletzung noch lange zuschauen), eventuell auch der angeschlagene Kapitän Hendrik Ohde. Spielgestalter Kai Deradjat kehrt frühestens Anfang Februar vom Auslandssemester zurück.
Trotz der personellen Engpässe will Borussia – ebenso wie Hiltrup – unbedingt spielen. Zwei Leute aus der Reserve, womöglich Paul Quibeldey und Maxi Jürgens, sollen aushelfen.
Bei Gastgeber TuS Hiltrup gab es im Winter einen überraschenden Trainerwechsel: Marcel Stöppel ging zu Oberliga-Rivale RW Ahlen, bis auf Weiteres unterstützt der Sportliche Leiter Raul Prieto das bisherige TuS-Trainerteam. Für die Hiltruper, deren Saison bereits am 31. Januar weitergeht, wäre es bereits der vierte Test, für Borussia (Rückrundenstart am 22. Februar gegen FC Kaunitz) der erste. Am kommenden Mittwoch wollte man bei Oberligist Preußen Münster II nachlegen, diese Partie musste Wiethölter jedoch schon absagen, da etliche der Studenten in seiner Mannschaft aufgrund der Klausurphase ausfielen.
Bei der Kaderplanung gibt es nichts Neues: Kürsat Özmen, Markus Weidel und Samir Haxha sind weiterhin offen. Mit diversen potenziellen Neuzugängen, so Wiethölter, „befinden wir uns in Gesprächen“.
Samstag, 24.01.26 - 14.30 Uhr, Sportanlage TuS Hiltrup: TuS Hiltrup - Bor. Emsdetten

