Bitter für Borussia: Auch Langelage geht zum FCE

08.01.2026

Julius Hölscher beendet Karriere

Fußball-Westfalenligist Borussia Emsdetten verliert einen weiteren wichtigen Mann: Neben Torwart Luca Dömer wird im Sommer auch Abwehr-Ass Mattes Langelage zum Oberligisten FCE Rheine wechseln. Zudem beendet Routinier Julius Hölscher seine Karriere.

Nach einem Jahr wird Mattes Langelage (Bild) Borussia Emsdetten wieder verlassen, kehrt im Sommer zum FC Eintracht Rheine zurück. | Foto: Thomas Strack

Der FC Eintracht Rheine zerpflückt Borussia Emsdettens Super-Defensive. Anfang der Woche war bereits bekannt geworden, dass Torwart Luca Dömer zu dem Oberligisten wechselt. Am Mittwoch nun die Nachricht: Innenverteidiger Mattes Langelage schließt sich im Sommer ebenfalls dem FCE an. Beide Leistungsträger haben in dieser Saison erheblichen Anteil daran, dass Borussia in der Westfalenliga mit erst 21 Gegentoren über die viertbeste Abwehr verfügt. Trainer Marc Wiethölter: „Bitter, ein herber Verlust für uns.“

 

Langelage kam erst vor dieser Saison vom niedersächsischen Oberligisten TuS Bersenbrück, bei dem er etwas hinten dran war, nach Emsdetten. Hier mauserte sich der 21-Jährige in der Innenverteidigung bzw. hinten links schnell zur Stammkraft, glänzt als kompromissloser Zweikämpfer, ist mit seinen 1,90 Metern auch in der Luft eine Bank und kurbelt mit seinem starken Linken das Offensivspiel an. Für Langelage ist der Wechsel eine Rückkehr, er spielte bereits in der Jugend für den FCE. Gleiches gilt für Torwart Dömer. Somit lässt der FCE der Ankündigung von Sportleiter Christian Hebbeler, dem Oberligateam wieder mehr „Rheine-DNA“ zuzuführen, Taten folgen.


„Wir haben um Mattes gekämpft“


Wiethölter hat gegenüber Langelage stets kommuniziert, dass er ihn langfristig in der Oberliga sehe und wollte ihm bei der gemeinsamen Arbeit in Emsdetten das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben. Er hatte dafür aber mindestens zwei Jahre im Kopf, sagt daher: „Für mich kommt sein Wechsel zu früh.“ Der Coach ist aber überzeugt, dass sich Mattes Langelage früher oder später in der Oberliga durchsetzen wird. „Das wünsche ich ihm auch.“


Es sei alles sauber gelaufen, betont Wiethölter. Sowohl der Spieler als auch die FCE-Seite hätten frühzeitig mit offenen Karten gespielt. Wiethölter: „Wir haben um Mattes gekämpft.“ Letztlich vergebens. „Ich bin auf Mattes oder auf Luca nicht persönlich sauer“, betont er, „ich bin nur enttäuscht, dass wir sie verlieren.“ Es laufen Versuche, die Langelage-Lücke mit Neuzugängen zu füllen. Parallel, so der Coach, gebe es bereits Überlegungen, den Abgang auf kreative Weise mit Bordmitteln aufzufangen.

Noch ein Leistungsträger bricht im Sommer weg. Julius Hölscher geht aber nicht zurück zum FCE, von wo er 2024 gekommen war, sondern hört auf. Damit hatte der Routinier, mittlerweile Familienvater und von ständigen Sprunggelenksproblemen geplagt, bereits vor dieser Saison geliebäugelt. „Er sagte damals, dass er noch ein Jahr dranhängt, dass wir dann aber gar nicht mehr fragen müssen. Haben wir natürlich trotzdem gemacht“, berichtet Wiethölter lachend. Hölscher ließ sich zwar nicht mehr umstimmen, fragte aber immerhin, ob er wieder einsteigen könnte, sollte es im Ruhestand in den Füßen jucken. Natürlich stünden ihm alle Türen jederzeit offen, betont Wiethölter. Es sei zudem geplant, den Emsdettener bei Borussia in anderer Funktion einzubinden, nur an Traineraufgaben zeigt sich Hölscher derzeit nicht interessiert.

Da mittlerweile auch Mittelfeldmann Mats Hagel zugesagt hat, kommt Borussia für nächste Saison bereits auf 19 Mann. Offen sind noch Kürsat Özmen, Markus Weidel und Samir Haxha.

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