Langelage kam erst vor dieser Saison vom niedersächsischen Oberligisten TuS Bersenbrück, bei dem er etwas hinten dran war, nach Emsdetten. Hier mauserte sich der 21-Jährige in der Innenverteidigung bzw. hinten links schnell zur Stammkraft, glänzt als kompromissloser Zweikämpfer, ist mit seinen 1,90 Metern auch in der Luft eine Bank und kurbelt mit seinem starken Linken das Offensivspiel an. Für Langelage ist der Wechsel eine Rückkehr, er spielte bereits in der Jugend für den FCE. Gleiches gilt für Torwart Dömer. Somit lässt der FCE der Ankündigung von Sportleiter Christian Hebbeler, dem Oberligateam wieder mehr „Rheine-DNA“ zuzuführen, Taten folgen.
„Wir haben um Mattes gekämpft“
Wiethölter hat gegenüber Langelage stets kommuniziert, dass er ihn langfristig in der Oberliga sehe und wollte ihm bei der gemeinsamen Arbeit in Emsdetten das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben. Er hatte dafür aber mindestens zwei Jahre im Kopf, sagt daher: „Für mich kommt sein Wechsel zu früh.“ Der Coach ist aber überzeugt, dass sich Mattes Langelage früher oder später in der Oberliga durchsetzen wird. „Das wünsche ich ihm auch.“
Es sei alles sauber gelaufen, betont Wiethölter. Sowohl der Spieler als auch die FCE-Seite hätten frühzeitig mit offenen Karten gespielt. Wiethölter: „Wir haben um Mattes gekämpft.“ Letztlich vergebens. „Ich bin auf Mattes oder auf Luca nicht persönlich sauer“, betont er, „ich bin nur enttäuscht, dass wir sie verlieren.“ Es laufen Versuche, die Langelage-Lücke mit Neuzugängen zu füllen. Parallel, so der Coach, gebe es bereits Überlegungen, den Abgang auf kreative Weise mit Bordmitteln aufzufangen.