Rückkehrer „Laui“ Tuca: Auch seine Hündin trägt das Borussia Trikot

13.12.2025

Fußball-Westfalenliga: Tuca erklärt, warum er zurückkehrt

EMSDETTEN. Seine Hündin trägt bereits ein Borussia-„Trikot“. Auch Laurentiu Tuca streift es bald wieder über (die EV berichtete). Erst im Sommer hatte er den Westfalenligisten verlassen, um es bei Oberligist Vreden zu versuchen. Im Interview spricht der Linksfuß über die Gründe seiner Rückkehr – und über Hündin Ayda.

Hast du deinen Borussia-Abschied bereut?

Laurentiu Tuca (22): Bereut würde ich nicht sagen. Weil ich diesen Schritt gehen, es in der Oberliga versuchen wollte.

Wann hast du gemerkt, dass es bei Vreden nicht funktioniert?

Tuca: In der Vorbereitung ging es zeitlich noch. Mit Saisonbeginn wurde mir der Aufwand aber zu groß. Wir hatten zum Beispiel dienstags nach dem Training noch eine Stunde Videoanalyse. Ich war dann erst gegen 23 Uhr zu Hause in Schöppingen, muss aber um 5 Uhr morgens aufstehen. Außerdem stecke ich gerade in der Ausbildung zum Elektriker, die Theorie ist mittlerweile durch, im Januar folgt noch die praktische Prüfung.

Hättest du nicht danach in der Rückrunde bei Vreden durchstarten können?

Tuca: Darüber hatte ich nachgedacht. Aber es kam noch hinzu, dass Vreden eine Woche vor Vorbereitungsbeginn einen Regionalliga-erfahrenen Spieler auf meiner Position auf der linken Bahn verpflichtet hat. Wenn du als Verein die Möglichkeit dazu hast, sagst du nicht nein, das verstehe ich. Allerdings musste ich auf dem Feld oft woanders ran, als Stürmer oder Achter. Ich bin aber kein zentraler Spieler. Die Trainer sagten mir zwar, ich könne es spielerisch schaffen, es hat für mich insgesamt jedoch einfach nicht mehr gepasst. Trainer und Mannschaft hatten Verständnis.

Ein achtminütiger Kurzeinsatz am 1. Spieltag gegen Lippstadt blieb dein einziger Oberliga-Auftritt, kurz darauf warst du wieder auf dem Markt. Wie viele Vereine haben sich gemeldet?

Tuca: Etwa zehn, viele davon aus der Westfalenliga.

Warum hast du dich für Borussia entschieden?

Tuca: Schon als ich 2024 von Bezirksligist Stadtlohn dorthin gewechselt bin, hat mir direkt das familiäre Umfeld gefallen. Ich habe mich zwar auch mit anderen Vereinen unterhalten, aber bei Borussia weiß ich, was ich habe. Du kennst jeden, und jeder kennt dich.

Sportleiter Hadi Jürgens freute sich neulich über deine Rückkehr mit den Worten: „Laui ist einer, der bei Mitspielern, dem Team um die Mannschaft herum und auch bei den Zuschauern sehr gut ankam.“

Tuca: Ich glaube, ich habe mich in meiner ersten Borussia-Saison von meiner besten Seite zeigen können. Ich stand immer hinter den Entscheidungen von Trainer und Mannschaft, bin auf dem Platz auch keiner, der eine Show abziehen, sondern einfach Leistung bringen will.

Du hast bei Borussia bereits wieder regelmäßig mittrainiert.

Tuca: Ja, einmal die Woche. Sascha (Athletikcoach Guetat) hat mir gesagt, dass er mich in der Rückrunde richtig rannehmen wird (lacht). Darauf habe ich schon Bock: zu leiden und danach zu wissen, dass man was getan hat.

Ab der Rückrunde bist du spielberechtigt, dann ist auch Mittelfeld-Ass Kai Deradjat vom Auslandssemester zurück. Was sitzt drin in der zweiten Saisonhälfte?

Tuca: Ich habe in dieser Woche mit Vincent (Flügelspieler Schulte) telefoniert und ihm gesagt, dass die Truppe besser ist als in der Vorsaison. Ich habe in der Hinrunde alle Heimspiele und die Auswärtspartien in Nottuln und Kinderhaus gesehen. Wir hatten dabei manchmal Pech. In der Rückrunde sitzt mehr drin, auch viel mehr Tore.

Trägt deine Hündin eigentlich ein Borussia-Trikot?

Tuca (lacht): Sie trägt oft einen roten Pulli. Irgendwann meinte Cello (Marcel Langenstroer aus Borussias Sportlicher Leitung): „Wenn du wieder bei uns unterschreibst, bekommst du ein Borussia-Wappen für deinen Hund.“ Beim entscheidenden Gespräch habe ich dann gesagt: „Okay, ich unterschreibe, aber vorher brauche ich das Wappen.“

Laurentin Tuca