-mho-EMSDETTEN. Borussia Emsdettens Landesliga-Fußballerinnen sind kampflos aus dem Westfalenpokal raus. Trainer Birger Röber: „Wir bekommen für Sonntag keine zehn Spielerinnen zusammen.“ Das verfügbare Personal aus der 2. Mannschaft hat er dabei schon mit eingerechnet.
Hintergrund: Die abgebrochene Zweitrunden-Partie beim Delbrücker SC hatte die Pokalspielleitung für diesen Sonntag neu angesetzt. Für beide Teams ein ungünstiger Termin, sie einigten sich auf eine Verlegung auf den 22. Februar, läuteten damit die Winterpause ein. Doch die Pokalspielleitung sagte Nein. Begründung: Das Wetter lasse ein Spiel jetzt Sonntag zu, außerdem stehe bereits am 1. März die 3. Pokalrunde an (die EV berichtete). Röber sauer: „Ich frage mich: Wo ist die Sicht für den Amateursport? Wo ist die Flexibilität des Verbands?“ Hätte das Duell am 22. Februar aus irgendwelchen Gründen erneut nicht steigen können, hätte man die 3. Runde halt etwas aufschieben sollen.
Borussias Sportlicher Leiter Frank Weber versuchte noch, mit Delbrück einen Termin Anfang oder Mitte Februar zu finden (und anschließend das Okay des Verbands einzuholen). Doch es ließ sich kein passender Tag finden. „Es ist dann halt so, wie es ist“, bedauert Röber. Dass viele seiner Spielerinnen für diesen Sonntag schon verplant sind, nimmt er ihnen nicht krumm. Auf ihn selbst treffe das aufgrund einer Familienfeier ja auch zu. „Ich kann gut verstehen, wenn meine Frau sagt: So, mein Freund, die Feier ist seit Monaten geplant, komm‘ mir jetzt nicht mit Fußball.“ Für Röber wäre Weber mit nach Delbrück gefahren. Nur hätte er dafür auch eine Elf gebraucht.

