Harte letzte Aufgabe vor der Winterpause

29.11.2025

Westfalenliga: Borussia beim Spitzenreiter

„Wir werden eine herausragende Form brauchen.“ Das sagt Borussia Emsdettens Trainer Marc Wiethölter vor dem letzten Punktspiel in diesem Jahr. Denn das hat es in sich: Am Sonntag geht es zu Westfalenliga-Primus Kinderhaus.

Mit einem Stockfehler begünstigte Borusse Mattes Langelage (Bild) im Hinspiel Westfalia Kinderhaus‘ Tor zum 2:2-Endstand. Mittlerweile gehört der Abwehrmann längst zu den absoluten Leistungsträgern. | Foto: Thomas Strack

Eine wichtige Frage muss noch geklärt werden: Wann ist Anstoß? Beide Teams wollen gerne auf Naturrasen ran. Ob das sinnvoll ist, soll eine Begutachtung des städtischen Platzes am Samstag beantworten. Muss die Partie auf Kunstrasen ausweichen, dann verschöbe sich der Anpfiff von 14 auf 15 Uhr.

Sobald der Ball rollt, müssen die Borussen die nächste Frage beantworten: Wie bekommen sie die Kinderhauser Tor-Produktion gestoppt? Die Hausherren haben mit 40 Treffern die mit Abstand beste Offensive der Liga, gefolgt von Mesum (36), danach kommt lange nichts. Wiethölter: „Wenn man ihnen Platz lässt, nutzen sie das mit ihrem Tempo und ihrer fußballerischen Qualität brutal aus. Man darf sie nicht ins Rollen kommen lassen. Wir müssen aber nicht so tun, als wäre da nichts zu holen.“

Andere Teams aus Borussias Preisklasse hätten das schließlich auch geschafft. Aufsteiger Ahaus gewann in Kinderhaus 2:1, Neuenkirchen mit 1:0. Und: Am 1. Spieltag trotzte Emsdetten in einem mitreißenden Heimspiel Kinderhaus ein 2:2 ab. Mit einem Punktgewinn wäre Wiethölter auch beim Rückrundenstart am Sonntag gut zufrieden. „Die Jungs haben Bock auf die Aufgabe. Unsere Defensive muss auch erst mal geknackt werden.“

Es brauche aber wohl auch etwas Spielglück. Wie zuletzt beim 3:1-Sieg in Ostinghausen, als Borussia aus dem Nichts zum 1:1 traf. „Danach“, so Wiethölter, „lief die Maschine.“ So ein Treffer würde natürlich auch an diesem Sonntag helfen. „Ab und zu bietet Kinderhaus was an“, lauert Wiethölter auf Lücken.


Breite Borussen-Brust nach Zwischenspurt


Er erwartet den Spitzenreiter stärker als im Hinspiel. Damals fehlten der Westfalia einige wichtige Leute wie Kapitän Nick Rensing („Ihr Denker und Lenker“). „Was aber nicht heißt, dass wir nicht auch in gewissen Bereichen zugelegt haben“, betont Wiethölter. Die breite Brust kann er sich nach sieben Punkten aus den letzten vier Spielen erlauben. Dieser Zwischenspurt erlaubt es Borussia, ohne akute Abstiegssorgen nach Münster zu fahren.


Mats Hagel hat seine 5. Gelbe Karte abgesessen, ist wieder dabei. Die Langzeitausfälle Haxha, Ernst, Schnieders und Deradjat fehlen weiterhin. Zudem gibt es im Kader einige Fragezeichen.


Wiethölter: „Die Stimmung bei uns ist gut. Aber: Wir sind froh, wenn nach dem Abpfiff Winterpause ist.“

langelage