Westfalenpokal-Ärger für Borussias Frauen

27.11.2025

„Eine Frechheit“

Das am Samstag abgebrochene Westfalenpokalspiel von Borussia Emsdettens Fußball-Frauen in Delbrück ist mittlerweile neu angesetzt worden: auf den 14. Dezember. Trainer Birger Röber nennt das „eine Frechheit“.

Borussia Emsdettens Frauen-Trainer Birger Röber. | Foto: Thomas Strack

Birger Röber ist sauer. Eigentlich wollte Borussia Emsdettens Trainer mit seinen Fußballfrauen nach der Landesliga-Partie am kommenden Sonntag in Ostbevern in die Winterpause gehen. Dafür hat man extra das eine Woche später am 7. Dezember angesetzte Punktspiel gegen Aasee ins neue Jahr auf den 8. März verlegt. Doch jetzt das: Das am vergangenen Samstag abgebrochene Westfalenpokalspiel beim SC Delbrück hat die Pokalspielleitung mittlerweile neu angesetzt, und zwar auf den 14. Dezember. Bedeutet: Borussias Hinrunde verlängert sich um satte zwei Wochen!

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„Nach so einem Tag brauchst du mehr als ein Bier“


„Leute, die so etwas entscheiden, sind von der Basis so weit entfernt wie ich vom Mond“, zürnt Röber. Am 14. Dezember bekäme er nur schwer eine Mannschaft zusammen, viele Spielerinnen seien an dem Wochenende längst anderweitig verplant. Und nun? Partie verlegen? „Wir haben Delbrück angeschrieben. Mal abwarten, was die sagen“, so Röber. Die Ostwestfalinnen genießen Heimvorteil, was in diesem Fall tatsächlich ein fetter Vorteil ist. Denn die Borussia eierte am vergangenen Samstag zwei Stunden mit dem Bus nach Delbrück, ärgerte sich vor Ort über den zum Teil vereisten Kunstrasenplatz und auch darüber, dass die Partie auf dem tückischen Untergrund überhaupt angepfiffen wurde. Erst als Torhüterin Leonie Meixner ausrutschte und mit einer schweren Schulterprellung ausschied, brach der Schiri ab (siehe Artikel unten). Borussia war letztlich völlig umsonst dorthin gefahren, trat die Rückreise mit nichts außer Frust im Gepäck an. Röber: „Nach so einem Tag brauchst du mehr als ein Bier.“


Was er nicht verstehen kann: dass die Saison der Frauen jedes Jahr später starte als die der Männer. Hätten sie nicht erst am 24. August 2025, sondern ebenfalls schon zwei Wochen vorher am 10. August losgelegt, hätten sie nun der nass-kalten Jahreszeit besser aus dem Weg gehen können, gibt er zu bedenken. Auch das in seinen Augen oft starre Festhalten der Funktionäre am Rahmenterminkalender stört ihn. Die 3. Runde im Westfalenpokal ist für den 1. März 2026 angesetzt. Bis dahin müssen Borussias Partie in Delbrück und auch viele weitere ausgefallene Zweitrunden-Spiele also absolviert sein. Röber hätte sich gewünscht, die 3. Runde kurzerhand nach hinten zu verlegen, um für die Nachholspiele mehr Luft zu schaffen. Die Ansetzung am 14. Dezember jedenfalls sei „eine Frechheit“.


Termin-Probleme auch im Kreispokal


Seine Mannschaft hat noch ein weiteres Pokal-Problem, diesmal geht es um den Wettbewerb auf Kreisebene. Im Viertelfinale muss Emsdetten in Ochtrup antreten. Nach einigen Schwierigkeiten, einen für beide Seiten passenden Termin zu finden, einigte man sich auf diesen Freitagabend. Aber, so Röber: „Ochtrup hat sich am Dienstag gemeldet, sie bekommen keine Mannschaft zusammen.“ Grund ist eine Krankheitswelle. Borussia könnte nun kampflos ins Halbfinale einziehen. „Das wollen wir aber nicht“, betont Röber, „Ochtrup wird uns einige Terminvorschläge schicken, die werden wir prüfen. Es ist aber wirklich schwierig, einen passenden Termin zu finden.“


Das gilt nicht nur für den Kreispokal. Sondern auch für den Westfalenpokal.

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