Für 20 Punkte gibt es eine „3“

26.11.2025

Westfalenligist Borussia: Hinrunden-Bilanz

In der Hinrunde hat Fußball-Westfalenligist Borussia Emsdetten nur 15 Tore erzielt, steht dennoch ordentlich da. Trainer Marc Wiethölter zieht Bilanz, sagt, was besser werden muss und antwortet auf die Frage, ob es einen Borussen-Spieler der Hinrunde gab.

Mit Westfalenligist Borussia Emsdetten auf Kurs Klassenerhalt: Trainer Marc Wiethölter. | Foto: Thomas Strack

15 Spiele, 15 Tore – aber immerhin 20 Punkte! Borussia Emsdetten ist der Minimalist unter den Teams in der Westfalenliga Staffel 1, schließt aber die Hinrunde auf einem ordentlichen 10. Platz ab.

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Sehr wichtig war der letzte Dreier, der 3:1-Sieg bei SF Ostinghausen. So hat die Mannschaft von Trainer Marc Wiethölter immerhin vier Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang und wird – selbst im Falle einer Niederlage am Sonntag im letzten Spiel des Jahres bei Tabellenführer Kinderhaus – nicht in der Rotlichtzone der Liga überwintern.


Unser Medienhaus zog mit Wiethölter nach der Hinrunde Bilanz.


Hallo Marc. Mit 15 Toren 20 Punkte aus den 15 Spielen der Westfalenliga-Hinrunde geholt. Zufrieden?


Marc Wiethölter: Mit der Anzahl der Tore natürlich nicht. Mit den Punkten bin ich einverstanden, da würde ich als Schulnote eine „3“ geben. Was die Tore betrifft, da werden wir uns in der Rückserie sicherlich verbessern.

 

Nach gutem Start in die Westfalenliga-Saison 2025/26 zeigte der Trend bei den Borussen lange Zeit nach unten, erst zum Ende der Hinrunde ging es wieder leicht aufwärts.

Was macht dich da so zuversichtlich?

Wiethölter: Zum einen das letzte Spiel in Ostinghausen. Zudem hatten wir ja auch in der Hinserie eine Vielzahl von Chancen und die Möglichkeiten, mehr als 15 Tore zu erzielen. Das wird unser nächster Entwicklungsschritt sein.


Du hattest vorab 20 Punkte als Ziel für die Hinserie genannt.


Wiethölter: Unser Ziel ist es, am Ende über dem Strich zu stehen. Von daher ist der 10. Platz zum jetzigen Zeitpunkt okay. Wir wollen aber schneller den Klassenerhalt schaffen, als es in der Vorsaison der Fall gewesen ist. Wenn wir vier, fünf Spieltage vor Schluss durch sind, ist es letztlich egal, ob wir Sechster oder Zehnter in der Abschluss-Tabelle werden.


Mit nur 21 Gegentoren hat Borussia als aktueller Tabellenzehnter die viertbeste Abwehr der Liga.


Wiethölter: Das war in den zwei Jahren zuvor unter Roland Westers auch so. Auch da haben Torhüter Luca Dömer und Innenverteidiger Hendrik Ohde schon herausragende Leistungen gebracht. Mit Mattes Langelage haben wir uns da aber jetzt noch mal verbessert. Zudem freut mich, dass die jungen Spieler jetzt immer mehr reinrutschen. Aber das Verteidigen fängt ja schon vorne an. Nehmen wir z.B. Kürsat Özmen, der jetzt ja immerhin schon sechs Tore gemacht hat. Wer hätte erwartet, dass „Kurt“ so intensiv gegen den Ball arbeitet? In der Rückserie könnte ich mit 23 Gegentoren leben – wenn wir im Gegenzug auch 23 Tore erzielen (lacht).


Gibt es einen Borussen-Spieler der Hinrunde?


Wiethölter: Puuuh (überlegt lange). Mehrere. Klar, Keeper Luca Dömer hat uns in der Hinserie oft den Allerwertesten gerettet. Auch über Henni Ohde haben wir diesbezüglich schon gesprochen. Ich möchte eigentlich keinen Spieler herausstellen, möchte aber auf Attila Szabo hinweisen, der eine sehr gute Entwicklung genommen hat.


20 Punkte hat Borussia. 40 reichen für den Klassenerhalt?


Wiethölter: Ob man 40 braucht? Im Vorjahr haben 32 gereicht. Der Sieg zuletzt in Ostinghausen war wichtig, der hat uns gutgetan. Unsere Tendenz zeigte in den letzten Partien – wenn man das Nachholspiel gegen Espelkamp (1:2) ausnimmt – nach oben. Aus den letzten drei Spielen in Nottuln (2:2), gegen Nordkirchen (1:0) und in Ostighausen (3:1) haben wir 7 Punkte geholt.

Torjäger

 

  • 6 Tore: Kürsat Özmen
  • 3 Tore: Hendrik Ohde
  • 2 Tore: Henrik Laumann
  • 1 Tor: Attila Szabo, Julius Hölscher, Mats Hagel, Kai Deradjat.

 

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