„Ich finde es sehr schade“, bedauert Frank Weber, sportlicher Leiter der Frauenabteilung. Röber sei „einer der besten Trainer, die wir in unserer Frauenabteilung jemals hatten. Eine echte Persönlichkeit – fachlich herausragend, menschlich großartig und mit einem außergewöhnlichen Gespür für seine Spielerinnen. In seiner Zeit bei Borussia habe ich nicht nur einen Kollegen, sondern auch einen Freund gewonnen.“
Röber: „Ich kenne keine 80 Prozent“
Röber trat 2022 bei Borussia an, gewann zweimal den Hallenkreispokal sowie im Mai 2025 den Kreispokal im Freien. In der Landesliga entwickelte er das Team stetig weiter. Aktuell jedoch hakt es beim Tabellen-Sechsten etwas. Auch das mag Röber in seinem Entschluss bestärkt haben. Er sagt: „Die Mannschaft und ich sind unterschiedlicher Meinung, wie erfolgreich wir Fußball spielen wollen.“ Röber, der einst Arminia Ibbenbüren in der Frauen-Bundesliga trainierte, will immer das nächst höhere Ziel erreichen und setzt dafür einen gewissen Arbeitseinsatz aller Beteiligten voraus. „Ich kenne keine 80 Prozent.“ Dass es in seinem Kader nicht alle so sehen, mache ihn überhaupt nicht böse: „Ich finde es legitim, wenn die Mannschaft sagt, ihr reicht vielleicht Platz fünf, sechs oder sieben. Und wenn sie sagt: Ein gewisser Aufwand reicht uns.“ Damit die unterschiedlichen Auffassungen aber nicht irgendwann zu Knatsch führen, hat sich der Coach entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern.
Hinzu kommt eben auch der Wunsch nach mehr Freizeit. Speziell die letzten 15 Jahre, so Röber, „waren sehr intensiv“. Er betont, überhaupt nicht im Bösen zu gehen, weiß die Zusammenarbeit nicht nur mit der Mannschaft, sondern speziell auch mit Frank Weber zu schätzen: „Ein überragender Mensch und Typ.“
Auf den nun die schwierige Aufgabe zukommt, Röbers Nachfolger(in) zu finden.