Gibt‘s Borussias nächste Nervenschlacht?

13.11.2025

Westfalenliga: Nachholspiel gegen Espelkamp

Gibt‘s Borussias nächste Nervenschlacht?

Immens wichtiges Nachholspiel für Westfalenligist Borussia Emsdetten am heutigen Donnerstagabend (13.11.25 - 20:00). Um sein Team vor dem Tabellenletzten Preußen Espelkamp zu warnen, muss Trainer Marc Wiethölter nur ein Wort sagen: Neuenkirchen.

Borusse Arne Moselage (Bild) zeigte am Sonntag beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Nordkirchen eine gute Leistung, ging zur Freude seines Trainers auch emotional voran. Am Donnerstagabend will der Westfalenligist zu Hause im Nachholspiel gegen Preußen Espelkamp nachlegen. | Foto: Thomas Strack

Borussia zitterte. In der Schlussphase kam der Gast aus Nordkirchen noch mal auf, doch entweder wurden seine Torschüsse geblockt oder Emsdettens Keeper Luca Dömer packte sicher zu. Dann war‘s geschafft. Mit 1:0 fuhr Westfalenligist Borussia am Sonntag nach zuvor vier sieglosen Spielen endlich mal wieder einen Dreier ein. Eine Woche zuvor in Nottuln hatte man bereits die Pleiten-Serie (drei Niederlagen ohne eigenen Treffer) durchbrochen, auch bei jenem 2:2 war‘s dramatisch zugegangen.

Wie steht‘s um die Nerven, Marc Wiethölter? „Gut“, antwortet Borussias Trainer knapp. „Der Sieg gegen Nordkirchen hat Lust auf mehr gemacht. Jetzt wollen wir nachlegen.“ Und zwar am Donnerstagabend ab 20 Uhr im immens wichtigen Nachholspiel gegen Preußen Espelkamp. Mit einem Heimsieg würde Borussia den Tabellenletzten auf zehn Punkte distanzieren. Dann wäre eine von drei Mannschaften, die Emsdetten auf dem Weg zum Klassenerhalt hinter sich lassen muss, fast schon gefunden.


„Wir wollen die Leistung von Sonntag bestätigen und die drei Punkte holen“, betont Wiethölter. Was ihm gegen Nordkirchen besonders gefiel: Selbst geblockte Bälle feierten seine Jungs ab, ebenso, wenn sie den Gegner zu Flanken hinters Tor zwangen. Der Coach denkt dabei vor allem an Arne Moselage, sagt: „Ich finde das einfach cool. Diese Energie brauchen wir.“

Denn auch die Aufgabe gegen den Tabellenletzten werde wieder alles andere als ein Selbstläufer. „Zu glauben, dass wir das im Vorbeigehen gewinnen, so arrogant dürfen wir nicht sein. Sind die Jungs auch nicht“, sagt Wiethölter. Als Warnung muss er nur ein Wort sagen: Neuenkirchen. Den Tabellenzweiten hat Espelkamp erst vor eineinhalb Wochen mit 3:0 weggehauen, mit demselben Ergebnis war Borussia gegen Neuenkirchen zu Hause chancenlos untergegangen.

„Die müssen erst mal geknackt werden“


Dass Espelkamp erst zwei Saisonsiege (neben dem Coup gegen Neuenkirchen gab es am 1. Spieltag einen 3:2-Erfolg bei Rödinghausen II) und lediglich zehn Punkte vorweist, „wundert mich“; sagt Wiethölter, „ich finde, sie spielen ansehnlichen Fußball“. Ansehnlich ist trotz der wenigen Punkte auch ihr Torverhältnis von 15:23, es zeigt, dass die Preußen sich in dieser Saison nie abschießen ließen. Wiethölter: „Die müssen erst mal geknackt werden.“


Borussias Coach sieht eigentlich keinen Grund, seine Startelf gegenüber dem starken Auftritt gegen Nordkirchen zu ändern, überlegt andererseits, aus Gründen der Belastungssteuerung zu rotieren: „Sonntag haben wir ja schon das nächste Spiel in Ostinghausen.“ Markus Weidel dürfte seine Fußbeschwerden so weit überwunden haben, dass er in den Kader zurückkehrt, Linus Schnieders, Samir Haxha und Elias Ernst sind weiter verletzt.

Arne Moselage