Borussia Emsdetten will den Himmel aufhellen

08.11.2025

Westfalenliga: Immens wichtiges Heimspiel

Borussia Emsdetten will möglichst schnell wieder runter von den Abstiegsplätzen, auf denen sich der Westfalenligist seit vergangenem Wochenende befindet. Am Sonntag reist ein direkter Konkurrent aus dem Tabellenkeller an: Aufsteiger FC Nordkirchen.

Einer von Borussia Emsdettens insgesamt erst 10 Saisontreffern geht auf das Konto von Henrik Laumann (r.). Sonntag im immens wichtigen Heimspiel gegen den FC Nordkirchen wäre ein idealer Zeitpunkt nachzulegen. | Foto: Thomas Strack

Es war ein Husarenstück: Mit einem späten Doppelpack rettete Borussia Emsdetten am vergangenen Sonntag in Nottuln noch ein 2:2-Unentschieden. Wermutstropfen: Der Westfalenligist fiel dennoch auf einen Abstiegsrang zurück. War die Stimmung in dieser Woche also eher beflügelt oder betrübt? „Die war wie erhofft sehr gut“, beschreibt Coach Marc Wiethölter. Gleichwohl sei es im Training „scharf zur Sache gegangen, am Donnerstag hat es mehrfach gescheppert. Alle haben den Ernst der Lage erkannt.“

Tim Plottek schaute sich Nordkirchens Pokal-Aus an


Ob sich der Himmel über Borussia weiter verdunkelt oder deutlich aufhellt, darüber dürften die nächsten beiden Spiele Aufschluss geben. Zweimal geht es zu Hause gegen direkte Keller-Konkurrenz. Bevor am Donnerstag Schlusslicht Espelkamp zum Nachholspiel anreist, geht es am Sonntag nun erst mal gegen den FC Nordkirchen. Der Aufsteiger ist nach vier Start-Pleiten mittlerweile längst in der Liga angekommen. Und ließ am vergangenen Spieltag aufhorchen, zog mit einem 8:0-Schützenfest gegen Mit-Aufsteiger Kaunitz in der Tabelle an Emsdetten vorbei. „Man darf sie nicht ins Rollen kommen lassen“, warnt Wiethölter. Nordkirchen sei eine reife, körperlich sehr präsente Mannschaft. Beim Pressing lauf- und lautstark. Mit vielen groß gewachsenen Jungs wie Simon Mors, der die Bälle vorne gut festmacht oder verlängert. Auch auf Nordkirchens temporeiches Spiel über außen muss Borussia achten. Am Mittwoch erlitten die Gäste allerdings einen Rückschlag, schieden im Kreispokal mit 2:3 bei Landesligist Werner SC aus. Borussias Co-Trainer Tim Plottek war vor Ort, sammelte frische Infos und Eindrücke.


Wiethölter mit breiter Brust: „Wir machen uns nicht kleiner, als wir sind. Zu Hause müssen wir die schlagen!“

Droht seine Elf – wie so oft in den vergangenen Wochen – nach einem möglichen Rückstand zu verkrampfen, in diesem immens wichtigen Spiel gar in Schockstarre zu verfallen? Erst mal stellt Wiethölter klar: „Das Nervenkostüm der Jungs ist echt in Ordnung.“ Er selbst lebt es mit seiner positiven Art vor: „Ich bin tiefenentspannt, weil ich weiß, was die Jungs können.“ Und die sollten spätestens seit dem Nottuln-Spiel wissen: „So lange das Spiel nicht auf 0:3 weggekillt ist, kannst du es kippen. Es kann noch so aussichtslos erscheinen: Es geht immer was!“, betont Wiethölter. Nach Kürsat Özmens 1:2-Anschlusstreffer in der 80. Minute „war bei uns eine ganz andere Energie drin“. Drei Minuten später traf Hendrik Ohde zum 2:2-Endstand.
 
„... dann will ich das Spiel gewinnen“ Angenommen, eine Viertelstunde vor Schluss steht es gegen Nordkirchen unentschieden: Wird Borussia dann Vorsicht walten lassen oder voll auf Sieg spielen? Sollte sein Team in der beschriebenen Situation auf dem Platz nicht in Unterzahl sein, so Wiethölter, „dann will ich das Spiel gewinnen“. Haxha, Schnieders und Ernst sind weiter verletzt, die angeschlagenen Weidel und Hagel sind fraglich.
sbe-i-07-11-25