„Danach haben wir genau das gemacht, was wir nicht machen wollten, haben unsauber ins Mittelfeld gespielt.“ Nun häuften sich die Fehlpässe, Ahaus eroberte mit „super ekligem Mittelfeldpressing“ (Wiethölter) reihenweise Bälle, drang ständig relativ unbedrängt in Borussias Box ein und erzielte durch Varwick den Treffer des Tages (32.).
„Müssen lernen, geduldiger zu bleiben“
Borussia selbst kam in der ersten Halbzeit offensiv nicht über Ansätze hinaus. Für Wiethölter aber kein Grund, dass seine Elf auf dem Platz von der vorgegebenen Marschroute abweicht. „Wir müssen einfach lernen, geduldiger zu bleiben. Dass man nach guten 25 Minuten, wo man zwar keine Torchance, aber das Spiel im Griff hat, sagt: Wir warten. Der Gegner musste bis dahin viel laufen. Und wenn wir das so durchgezogen hätten, hätte er weiterlaufen müssen und wäre dann, glaube ich, müde geworden.“ Es kam anders.
Nach einer Umstellung vom anfänglichen 4-4-2 aufs 3-4-3 konnte Emsdetten die zweite Halbzeit zwar wieder offener gestalten, ließ aber immer wieder Konterchancen zu und verpasste in der Schlussphase einige Ausgleichschancen. „Schade“, so Wiethölter, „es saß was drin. Ich erwarte in Zukunft, dass wir solche Partien einfach runterspielen. Auch wenn‘s keine Torchancen gibt und es für die Zuschauer vielleicht langweilig wird. Dass man dann sagt: Okay, wir nehmen aber zumindest einen Punkt mit.“ Eintracht Ahaus‘ Sieg sei „in Summe verdient“.
Nach dem Abpfiff begann für die Borussen ein langes, freies Wochenende. Wiethölter: „Dienstag geht‘s dann wieder in die Vollen für das nächste Spiel (Sonntag zu Hause gegen Mesum; d. Red.). Denn wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten. Das ist nun mal so.“