Der Coach wirft den Blick noch etwas weiter voraus: In eineinhalb Wochen folgt gleich das nächste Derby, zu Hause gegen Mesum. „In das Spiel mit 16 Punkten zu gehen, das wäre traumhaft. Ist nicht unmöglich, ist machbar, in Ahaus wird es aber eine sehr schwierige Aufgabe.“
Denn auch der Gastgeber ist obenauf. Der Aufsteiger ist mit 16 Zählern überraschend Zweiter, punktgleich mit Spitzenreiter Kinderhaus. „Eine seit Jahren eingespielte Mannschaft, ein eingeschworener Haufen, sehr gefestigt“, weiß Wiethölter, der Eintracht-Coach Frank Wegener sehr gut kennt. „Er ist für mich so etwas wie ,Mister Eintracht Ahaus‘.“ Wegener coache die Mannschaft seit Ewigkeiten, mache auch viel links und rechts davon für den Verein. Sein bevorzugtes Spielsystem ist das 4-4-2, vorne drin oft mit den beiden Ausnahmestürmern Lennart Varwick und Christopher Behrendt. Das Duo besitzt in Wiethölters Augen Oberliga-Format. „Sie haben viel Tempo, sind gut am Ball.“
„Ein Tier im Zweikampf“
Auch bei Standards sei Ahaus gefährlich, etwa durch den kopfballstarken Kapitän David Farwick. „Ein Tier im Zweikampf“, warnt Wiethölter. Zudem hat sich der Aufsteiger im Sommer gut verstärkt, prominentester Name ist dabei Luca Ehler, der Mittelfeldmann kam von Oberligist Eintracht Rheine.
Auch Emsdetten hat einiges zu bieten. Quasi Woche für Woche lobt der Gegner die Defensivstärke des Wiethölter-Teams. „Hört man natürlich gerne, da arbeiten wir auch dran“, sagt er, betont aber im selben Atemzug, defensivstark sei die Mannschaft auch schon vor seinem Amtsantritt im Sommer gewesen. Luft nach oben sieht er vor allem „bei der Chancenverwertung“. Erst acht Tore sind Liga-weit der schwächste Wert. Was Wiethölter sich noch wünscht: „Mehr Ertrag bei den Standards. Davon haben wir zuletzt viele gehabt.“ Immerhin zwei Standard-Buden hat die Borussia aber schon gemacht. Jeweils nach Ecken, jeweils durch Kopfbälle von Kapitän Hendrik Ohde, beide Male war es gegen Kaunitz (1:0) und Theesen (2:1) der späte Siegtreffer. Vielleicht ja auch in Ahaus ...