Viel Vorfreude bei Borussia Emsdetten

02.10.2025

Westfalenligist schon Donnerstag in Ahaus

Die Stimmung bei Westfalenligist Borussia Emsdetten muss aktuell doch blendend sein. 13 Punkte, Platz sechs. Zudem steht ein langes, fußballfreies Wochenende ins Haus. Und vorher am Donnerstagabend um 20 Uhr noch das prickelnde Derby bei Eintracht Ahaus.

Borussia tritt in Ahaus mit dem gleichen Kader an wie beim 1:0-Heimsieg am Sonntag gegen Soest. Linus Schnieders (Schleimbeutelentzündung im Knie) fehlt weiter, Keeper Luca Dömer, Innenverteidiger Mattes Langelage (auf dem Foto rechts) und Schienenspieler Vincent Schulte dürften trotz Wehwehchen startklar sein. | Foto: Thomas Strack

„Ja, die Vorfreude auf all das ist da“, bestätigt Trainer Marc Wiethölter. „Ich hoffe, die Stimmung wird am Donnerstag um 22 Uhr immer noch so gut sein.“

 Der Coach wirft den Blick noch etwas weiter voraus: In eineinhalb Wochen folgt gleich das nächste Derby, zu Hause gegen Mesum. „In das Spiel mit 16 Punkten zu gehen, das wäre traumhaft. Ist nicht unmöglich, ist machbar, in Ahaus wird es aber eine sehr schwierige Aufgabe.“


Denn auch der Gastgeber ist obenauf. Der Aufsteiger ist mit 16 Zählern überraschend Zweiter, punktgleich mit Spitzenreiter Kinderhaus. „Eine seit Jahren eingespielte Mannschaft, ein eingeschworener Haufen, sehr gefestigt“, weiß Wiethölter, der Eintracht-Coach Frank Wegener sehr gut kennt. „Er ist für mich so etwas wie ,Mister Eintracht Ahaus‘.“ Wegener coache die Mannschaft seit Ewigkeiten, mache auch viel links und rechts davon für den Verein. Sein bevorzugtes Spielsystem ist das 4-4-2, vorne drin oft mit den beiden Ausnahmestürmern Lennart Varwick und Christopher Behrendt. Das Duo besitzt in Wiethölters Augen Oberliga-Format. „Sie haben viel Tempo, sind gut am Ball.“


„Ein Tier im Zweikampf“


Auch bei Standards sei Ahaus gefährlich, etwa durch den kopfballstarken Kapitän David Farwick. „Ein Tier im Zweikampf“, warnt Wiethölter. Zudem hat sich der Aufsteiger im Sommer gut verstärkt, prominentester Name ist dabei Luca Ehler, der Mittelfeldmann kam von Oberligist Eintracht Rheine.


Auch Emsdetten hat einiges zu bieten. Quasi Woche für Woche lobt der Gegner die Defensivstärke des Wiethölter-Teams. „Hört man natürlich gerne, da arbeiten wir auch dran“, sagt er, betont aber im selben Atemzug, defensivstark sei die Mannschaft auch schon vor seinem Amtsantritt im Sommer gewesen. Luft nach oben sieht er vor allem „bei der Chancenverwertung“. Erst acht Tore sind Liga-weit der schwächste Wert. Was Wiethölter sich noch wünscht: „Mehr Ertrag bei den Standards. Davon haben wir zuletzt viele gehabt.“ Immerhin zwei Standard-Buden hat die Borussia aber schon gemacht. Jeweils nach Ecken, jeweils durch Kopfbälle von Kapitän Hendrik Ohde, beide Male war es gegen Kaunitz (1:0) und Theesen (2:1) der späte Siegtreffer. Vielleicht ja auch in Ahaus ...

Blick auf den Gegner

Eintracht Ahaus nimmt den Schwung von zuletzt drei Siegen am Stück mit ins vorgezogene Heimspiel am Donnerstag gegen Borussia Emsdetten. Ahaus-Coach Frank Wegener schiebt eventuellen Träumereien aber einen Riegel vor: „Dass wir jetzt Zweiter sind, ist super schön. Wenn jetzt der 29. Spieltag wäre, wäre es ein Traum. Aber es ist nun mal erst der neunte. Und deshalb ändern wir nichts an der Aussage, dass alle Punkte, die wir bislang haben, Punkte für den Klassenerhalt sind.“

Beim 2:1-Auswärtssieg am Sonntag gegen Mitaufsteiger FC Kaunitz schoss sich Doppeltorschütze Christopher Behrendt an die Spitze der Torjägerliste (8 Treffer). Auf ihre starke Offensive hoffen die Gastgeber auch am Donnerstag, zumal mit Emsdetten ein Team kommt, „das hinten stabil steht und einen der besten Torhüter der Liga hat“, sagt Wegener über Luca Dömer.

Der Eintracht-Coach: „Wir wissen, dass wir auch gegen Emsdetten mithalten können, wenn wir ans Limit gehen. Wenn nicht, kann es nach hinten losgehen.“ Ahaus tritt mit nahezu komplettem Kader an.

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