Borussia: Noch mal Vollgas – und dann Pause

30.09.2025

Westfalenligist geht auf dem Zahnfleisch

Achtung, Trommelwirbel: Am Donnerstagabend könnte Borussia Emsdetten in der Westfalenliga mit dem Führungsduo gleichziehen! Dafür braucht es einen Sieg im vorgezogenen Spiel beim Tabellenzweiten Eintracht Ahaus, der ebenso wie Spitzenreiter Kinderhaus 16 Zähler aufweist.

Julius Hölscher (r.) ist einer von Borussia Emsdettens Dauerbrennern. Trainer Marc Wiethölter zeigt sich aber optimistisch, dass er seinen Vielspielern künftig mehr Pausen gönnen kann, die zweite Garde dränge sich immer mehr auf. | Foto: Thomas Strack

Die Borussen schraubten ihr Punktekonto mit dem 1:0-Heimsieg am Sonntag gegen Soest auf 13 hoch. „Damit sind wir sehr zufrieden“, stellte Coach Marc Wiethölter am Tag danach fest. Und verriet: „Ich hatte heute Morgen schon Kontakt zu Frank Wegener.“ Das ist sein Ahauser Trainer-Kollege, die beiden verstehen sich seit Jahren bestens. „Hätte uns einer vor der Saison gesagt, dass wir am 2. Oktober ein Spitzenspiel gegeneinander austragen, hätte das keiner geglaubt“, so Wiethölter.

 Er warnt zwar gleichzeitig, dass man in dieser immens ausgeglichenen Liga mit zwei Niederlagen am Stück schnell wieder unten reinrutschen kann, richtet den Blick aber lieber nach oben: „Mit dem Führungsduo gleichzuziehen, ist am Donnerstag das Ziel. So selbstbewusst sind wir.“

Auch wenn sich Wiethölter und Wegener sympathisch sind, „knallt es am Platz trotzdem zwischen uns. Er ist auch einer, der durchaus mal aus dem Sulky kommt“, weiß Wiethölter. Jahrelang war er mit Altenrheine in der Landesliga Ahaus-Gegner, stieg im Sommer durch seinen Wechsel zur Borussia in die Westfalenliga auf, gleichzeitig schaffte Wegener das mit Ahaus über die Relegation ¬ und spielt eine Klasse höher überraschend direkt wieder oben mit.

Wiethölter: „Das wird sich ändern“


Ihr Duell legen sie auf Donnerstag vor, weil beide Seiten ihren Teams mal ein langes Wochenende gönnen wollen. „Das ist dringend nötig“, betont Wiethölter. Borussia hat durch das Kreispokalspiel am vergangenen Mittwoch in Wettringen (2:1-Sieg) eine kraftraubende Englische Woche hinter sich. Außerdem sind in der Startelf fast immer dieselben acht, neun Namen zu finden. „Das wird sich aber ändern“, kündigt Wiethölter an. Tom Bovenschulte, Markus Weidel und Arne Moselage hätten sich nach ihrer Einwechslung gegen Soest „wunderbar eingeführt“. Auch die jungen Wilden wie Elias Ernst, Oliver Milek und Max Siepmann „reißen sich den Allerwertesten auf“. Kurzum: Es drängt sich neues Angebot für die Startelf auf. Was wiederum hilfreich ist bei der Belastungssteuerung einiger Vielspieler, die teilweise angeschlagen auflaufen.


„Wir gehen auf dem Zahnfleisch“, stellt Wiethölter zwar fest, „trotz der Belastung waren wir gegen Soest läuferisch aber gut unterwegs.“ Voller Einsatz sei das A und O. „Dann kannst du jeder Mannschaft wehtun.“


Bevor die Truppe ihren Akku über das lange Wochenende aufladen kann, ist noch mal Vollgas angesagt. Wiethölters Fahrplan: „Wir spielen Donnerstag in Ahaus, holen hoffentlich die drei Punkte – und dann wird die Mannschaft mich bis Dienstag nicht sehen. Und ich sie auch nicht.“

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