Borussia mit harter Arbeit ins Viertelfinale

26.09.2025

Özmen und Siepmann treffen zum 2:1-Sieg

Einen Pokal-Kampf lieferten sich Landesligist Wettringen und Westfalenligist Borussia Emsdetten - am Ende setzte sich der Gast knapp durch.

Jule Hölscher (li.) und Samir Haxha (re.) gratulieren Kürsat Özmen (2.v.li.) zu seinem Ausgleichs-Treffer in der 41. Minute. Am Ende setzten sich die Borussen mit 2:1 in Wettringen durch. | Foto: Thomas Strack

Verdientermaßen, wenn auch mit reichlich viel Mühe, ist Westfalenligist Borussia Emsdetten ins Viertelfinale des Kreispokals eingezogen. Mit 2:1 (1:1) setzte sich die Truppe von Trainer Marc Wiethölter am Mittwochabend beim Landesligisten FC Vorwärts Wettrungen durch und trifft nun auf den Oberligisten FC Eintracht Rheine, der mit 5:2 beim SV Mesum gewann.

Wahrlich, die Wettringer wollten auch unbedingt eine Runde weiterkommen und waren in der ersten halben Stunde der Partie auch die bessere Mannschaft.

Vorwärts lauerte auf Borussen-Fehler, um dann im Vollsprint die Umschaltsituationen zu nutzen. Gegen pomadige Dettener hätte das fast schon in der 1. Minute geklappt, als Noah Schilling frei vor Borussia-Torhüter Luca Dömer auftauchte, der klasse parierte. Zweiter Vorwärts-Versuch in der 19. Minute: Diesmal steckte Schilling für Mats Thiemann durch, der knapp verzog. Alle guten Dinge sind drei: Zwei Borussen attackierten den flinken Thorsten Viefhaus nicht wirklich, der scheiterte zunächst an Dömer, schob aber den Abpraller zum 1:0 für Wettringen ein (21.).

Die Führung kam Vorwärts natürlich entgegen, jetzt verteidigte der Gastgeber kompakt im 4:3:3-System gegen eine Borussia, die zwar ganz viel Ballbesitz aber keine Ideen und daher auch lange Zeit keine Torchance hatte.

Doch in der 41. Minute zirkelte Jule Hölscher eine Flanke von der rechten Seite exakt auf den Kopf von Kürsat Özmen, der zum 1:1 ausglich. Da müssen sich die Vorwärts-Innenverteidiger-Hünen Höffer und Ruhkamp fragen lassen, wie der mindestens einen Kopf kleinere Özmen in der Box so frei zum Kopfball kommen konnte.

Dem Borussen war‘s egal. Das Tor tat dem zuletzt so gescholtenen Özmen gut. Und er hätte fast noch nachgelegt, doch sein Distanzschuss klatschte an die Latte (45.).

Die 2. Hälfte eröffnete Wettringens Fiefhaus mit einem Flachschuss an den linken Pfosten des Borussen-Tores (50.). Detten antwortete mit dem 1:2, als Schulte und Weidel pfiffig einen Freistoß kurz ausführten. Weidel durfte unbedrängt flanken und er eingewechselte Max Siepmann ebenso unbedrängt aus zehn Metern einköpfen (67.). Spiel gedreht. Die Schlussphase war hektisch. Jetzt war es ein Pokal-Kampf mit einigen Gelben Karten auf beiden Seiten. Wettringen rannte an, Borussia verteidigte mit allem, was Beine hatte, brachte aber bis auf eine Ausnahme – Oliver Milek vergab ziemlich kläglich (90.+5) – keinen Konter zustande.


So retteten die Dettener ihren 2:1-Sieg über die siebenminütige Nachspielzeit und freuen sich jetzt auf ein Pokal-Duell mit Oberligist FC Eintracht Rheine.

Teams, Tore, Trainerstimme

Vorwärts Wettringen: Brünen - Fiefhaus (83. Voß), Ruhkamp, Höffer, Stein - Zenuni, Gering (66. Bültbrun), Kappelhoff-Rickert (80. Rauße) - Schilling, Trindeitmar (66. Hils), Thiemann (71. Wiecher) – Trainer: Dirk Schnemann.

Borussia: Lu. Dömer - Ohde, Moselage (62. Siepmann), Langelage - Szabo, Hölscher, Bovenschulte (81. Dirks), Schulte - Laumann (71. Milek) - Haxha (62. Weidel), Özmen (87. Tiekötter) – Trainer: Marc Wiethölter.

Zuschauer: 250.

Tore: 1:0 Fiefhaus (21.), 1:1 Özmen (41.), 1:2 Siepmann (67.)

Borussia-Trainer Marc Wiethölter zum Spiel: „Wir kommen schlecht in die Partie rein, was aber nach dem Aufwärmen zu erwarten war. Nach 30 Minuten werden wir besser, machen mit unserer zweiten Chance das 1:1. In der 2. Hälfte war es ein Abnutzungskampf auf Augenhöhe, es war kein schönes Spiel. Aber: Wir sind weitergekommen und freuen uns jetzt auf das Viertelfinale gegen den FCE Rheine.“

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