Coach Wiethölter richtet Stürmer Özmen auf

10.09.2025

Borusse ließ in Maaslingen Chancen liegen

Coach Wiethölter richtet Stürmer Özmen auf

Auf der Rückfahrt saß Kürsat Özmen geknickt im Mannschaftsbus, wirkte nachdenklich. „Er ist es nicht gewohnt, dass er drei, vier Dinger auf dem Schlappen hat und keinen davon macht“, erklärt Marc Wiethölter. Doch Borussia Emsdettens Westfalenliga-Trainer nimmt seinen Stürmer nach der 1:2-Pleite am Sonntag bei RW Maaslingen in Schutz.

Bei der 1:2-Niederlage am Sonntag in Maaslingen ließ Borusse Kürsat Özmen (vorne) einige Chancen ungenutzt, was ihn mächtig wurmte. | Foto: Marius Holthaus

„Keiner wirft Kürsat etwas vor. Er arbeitet auch viel gegen den Ball, dann fehlt ihm im Abschluss vielleicht manchmal die Frische. Er wird seine Tore machen. Hat er ja auch schon“, betont Wiethölter.

Mit zwei Treffern in fünf Spielen ist Neuzugang Özmen Borussias Top-Scorer. Die weiteren bisherigen Torschützen heißen Henrik Laumann, Hendrik Ohde und Kai Deradjat. Mit insgesamt fünf Buden gehört Emsdetten neben Theesen, Nordkirchen und Kaunitz zu den bislang abschlussschwächsten Teams der Liga. Für Wiethölter kein Grund zur Sorge. „Es ist natürlich nicht gleich jede Chance ein Tor, trotzdem hätten wir die Zahl auch schon auf acht bis zehn hochschrauben können.“ Grundsätzlich funktioniert der Angriff also ordentlich. Und das, „obwohl wir im offensiven Bereich noch nicht viel an Abläufen gearbeitet haben“, sagt der neue Coach, der die in den Vorjahren eher defensiv ausgerichtete Borussia bekanntlich in ein Ballbesitz-Team umfunktionieren will. „Das geht halt nicht von heute auf morgen. Die Arbeit eines Trainers kann man auch erst frühestens in seinem zweiten Jahr bewerten. Wir sind ja keine Profis, die täglich trainieren.“


Stützhand? „Was auch immer das ist“


Hier und da verhinderte auch Pech weitere Borussen-Buden. Wie am Sonntag beim Stand von 1:1. Bei einer Emsdettener Hereingabe in den Strafraum sprang einem Maaslinger der Ball vom Oberschenkel an die Hand. Der Elfer-Pfiff blieb aus. Wiethölter („Insgesamt waren die Schiris echt gut“) fragte beim Gespann freundlich nach. Und erfuhr: Da die Hand nicht aktiv zum Ball gegangen und nicht abgespreizt gewesen sei, handele es sich um eine nicht strafbare Stützhand. „Was auch immer das ist“, meint der Coach achselzuckend dazu. Beim Thema Handspiel blickt er schon lange nicht mehr durch, würde am liebsten, um für Klarheit zu sorgen, jedes Handspiel geahndet sehen. Wohlwissend, „dass das auch kein Patentrezept ist“. Denn clevere Stürmer könnten dann eher den Schuss an die Hand statt Richtung Tor suchen.


Am Mittwoch ab 19.30 Uhr testet Borussias Reserve zu Hause gegen Bezirksligist Greven 09. Zum Einsatz kommen sollen neben Perspektivspielern des A-Liga-Kaders auch Verbandsliga-Jungs, die Spielpraxis brauchen, wie Mats Hagel, Attila Szabo, Oliver Milek und Elias Ernst. Wiethölter: „Das Ergebnis ist komplett egal.“

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