Das wird auch dringend nötig sein. Borussia tritt bei RW Maaslingen an. Amtierender Westfalenliga-Vizemeister und Titelkandidat. In der Liga stehen zwei Siegen (4:0 in Kaunitz, 3:0 gegen Nordkirchen) zwei Schlappen gegen die Topteams Kinderhaus (2:5) und Ostinghauen (0:1) gegenüber. Am Mittwoch erst setzte Maaslingen ein fettes Ausrufezeichen, schaltete im Westfalenpokal den Regionalligisten Rödinghausen nach Elfmeterschießen aus. „Die sind schon nicht schlecht“, weiß Wiethölter, „wir werden aber nicht mit weißer Fahne nach Maaslingen fahren und darum bitten, gnädig mit uns zu sein.“
Kapitän Ohde bringt es auf den Punkt
Denn: Dass sie Schwergewichte ärgern können, bewiesen die Borussen bereits (2:2 gegen Kinderhaus, 1:0-Sieg in Peckeloh). In diesen Partien hauten sie alles rein, waren hellwach, aggressiv. „Die Basics“, so Wiethölter, „haben uns zuletzt im Derby aber komplett gefehlt. Neuenkirchen hat uns aufgefressen.“ Kapitän Hendrik Ohde habe es danach treffend formuliert: Gehe Borussia an die Leistungsgrenze, sitze gegen jeden in der Liga was drin. Sonst halt nicht. Siehe Derby-Klatsche. „Die Niederlage wäre vermeidbar gewesen“, ärgert sich Wiethölter über das Kollektiv-Versagen, „das war in Gänze keine gute Leistung.“ Der Trainingseinsatz in dieser Woche habe aber erkennen lassen: „Es wird Sonntag eine Reaktion der Truppe kommen.“
Es ist Spiel eins nach dem vorübergehenden Abgang von Mittelfeld-Regisseur Kai Deradjat (studienbedingt einige Monate in Bergamo). Wie sich das auf die Aufstellung auswirken wird? Abwarten. „Wir haben den einen oder anderen taktischen Kniff im Training ausprobiert“, so Wiethölter, der bei der schweren Aufgabe in Maaslingen eine defensivere Ausrichtung als zuletzt wählen will. Klar ist: Tom Bovenschulte steht als Deradjat-Ersatz nicht zur Verfügung, fehlt nach seiner Zahn-OP noch. Ebenso Ersatzkeeper Lars Dömer (privat).