Voller Fokus auf den Kunstrasenplatz

04.09.2025

Stephan Gerigk aus dem „neuen Team“ der Borussen betont die Bedeutung des Projekts für den Verein

-cni- EMSDETTEN. „Es gibt kein wichtigeres Projekt für den gesamten Verein Borussia Emsdetten als den Bau des Kunstrasenplatzes!“ Das betont Stephan Gerigk, einer der Sprecher des sogenannten „neuen Teams“, das sich seit Beginn des Jahres 2025 beim Teekotten-Klub ehrenamtlich verstärkt einbringt und im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins im Juni auch offiziell vorgestellt wurde.

„Lieber heute als morgen“, hätten Gerigk und seine Mitstreiterinnen und -streiter diesen Platz auf dem Vereinsgelände an der Rheiner Straße. Doch weiß er auch, „dass so ein Projekt einen entsprechenden Vorlauf und die notwendige Planung“ braucht.

Wie mehrfach berichtet treibt auch der Borussen-Vorstand, hier vor allem der 2. Vorsitzende Klaus Wilp, das Projekt voran. Ziel ist es, dass spätestens zum 100-jährigen Vereins-Bestehen im Jahre 2030 auch am Teekotten der Ball auf Kunstrasen rollt.

Doch Gerigk ist es wichtig, dass der „Fokus weiterhin auf dieses Kunstrasen-Projekt“ gerichtet bleibt. Und hat daher einige Zahlen zusammengetragen: „Borussia hat aktuell 873 Mitglieder, davon sind 434 Kinder und Jugendliche. Zum Vergleich: Laut meiner Internet-Recherche gehen zurzeit 485 Schüler auf die Käthe-Kollwitz-Realschule.“ Mit diesem Vergleich will der Borusse verdeutlichen, „welch ehrenamtliche Arbeit die Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer unseres Vereins jede Woche leisten“. Gerigk weiter: „Wir haben aktuell 27 Jugendmannschaften. Wenn jedes Team zwei Mal pro Woche zwei Stunden trainiert, dann sind das insgesamt 108 Stunden, in denen die Kinder und Jugendlichen von Montag bis Freitag bei Borussia betreut werden. Das sind über 21 Stunden pro Werktag“, betont er.

Doch ohne Kunstrasenplatz am Teekotten, das hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, fällt das Training aufgrund der gerade im Herbst und Winter oft schwierigen Platzverhältnisse immer mal wieder aus. „Das zeigt, wie wichtig es ist, das Kunstrasen-Projekt am Teekotten umzusetzen“, würde doch ein Kunstrasenplatz einen kontinuierlichen Trainingsbetrieb auch in den Schlecht-Wetter-Phasen garantieren. Daher hofft das „neue Team“, dass Stadt Emsdetten und die Politik das Projekt unterstützen.

Angedacht sei, das auf dem „alten“ Teekottenplatz und den angrenzenden Rasenflächen zwei dann quer verlaufende Plätze entstehen sollen: ein Kunstrasenplatz in Richtung Rheiner Straße sowie ein Rasenplatz, der sich in Richtung Hauptplatz anschließt. Denn: „Wir brauchen eine weitere Spiel- und Trainingsfläche für die große Anzahl unserer Teams“, erklärt Gerigk.

Wie aber schaut es mit der Finanzierung aus? Beim Kunstrasenplatz im Salvus-Stadion der 05er war es seinerzeit so, dass die Hälfte der Kosten von der Stadt Emsdetten aufgebracht wurde, für die andere Hälfte zeichnete 05 verantwortlich.

Natürlich machen sich die Borussen intensiv Gedanken, wie man das Projekt finanzieren könne. „Klar, von Vereins-Seite her sind da natürlich Eigenleistung, Ehrenamt und Engagement gefragt“, weiß Gerigk und ist überzeugt, dass die Borussen-Familie das auch reichlich einbringen würde. „Uns ist aber auch klar, dass wir kreativ sein müssen, um diese große Herausforderung zu stemmen. Wir haben auch schon ein paar gute Ideen zur Finanzierung entwickelt, die wir zur gegebenen Zeit gern vorstellen würden“, erklärt Stephan Gerigk und merkt abschließend an: „Es wäre schön, wenn es mit dem Kunstrasenplatz bei Borussia zum 100-Jährigen klappen würde. Wenn es schneller geht, ist uns das natürlich um so lieber. Ganz wichtig aber ist, dass das Projekt im Fokus bleibt.“

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