Mit breiter Vier-Punkte-Brust zum SCP

23.08.2025
Borussia tritt bei Titelfavorit Peckeloh an / Hagel und Szabo fallen aus / Bovenschulte im Kader EVZ - Christoph Niemeyer EMSDETTEN. Wer wird Westfalenliga-Meister? Auf diese Frage kam im Vorfeld der Saison 2025/26 häufig die Antwort: „Der SC Peckeloh!“ Daher verwundert der Blick auf die Tabellen nach zwei Spieltagen schon, denn der Gastgeber der Borussen am Sonntag belegt mit einem Punkt und 4:5 Toren nur Rang 12. Während die Borussen mit ihren vier Zählern aus den Partien gegen Kinderhaus (2:2) und in Kaunitz (1:0) als Tabellenvierter strahlen. Verkehrte Welt in der Verbandsliga? Für Borussia-Trainer Marc Wiethölter (Bild) nicht: „Die Tabelle hat erst nach acht Spieltagen eine gewisse Aussagekraft“, betont er. Und gibt sich im Vorfeld der Partie in Peckeloh bescheiden: „Wenn wir auch nach dem dritten Saisonspiel noch ungeschlagen wären, wäre ich zufrieden.“ Wiethölter könnte also auch mit einem Remis „gut leben“. Gastgeber Peckeloh hievt er ruck-zuck auf das Favoritenpodest, denn: „Sie haben einen mit zahlreichen überdurchschnittlichen Westfalenliga-Spielern gespickten Kader. Der Verein hat sich im Vorfeld der Saison enorm verstärkt.“ Und ist daher auch der vielfach erklärte Titelkandidat Nummer eins. Die Borussen haben sich aber bestens auf Peckeloh vorbereitet, haben den Gastgeber einmal in der Vorbereitungszeit beobachtet, zudem waren Sportleiter Hans-Dieter Jürgens und Ex-Coach Roland Westers am vergangenen Sonntag Augenzeugen des 3:2-Sieges des SV Mesum über Peckeloh. Und Coach Wiethölter hörte aufmerksam zu, was ihm sein Kaunitz-Kollege Levent Cayiroglu über das 2:2 seines Teams in Peckeloh erzählte. Was all das bringt, wird man am Sonntag ab 15 Uhr im Wöstenstadion an der Zeisigstraße in Versmold sehen. Auf jeden Fall muss Borussia dort ohne Mats Hagel (krank) und Attila Szabo (musste aus privaten Gründen nach Ungarn) auskommen. Schade für Szabo, der am Sonntag ein Kandidat für die Start-Elf gewesen wäre. Fraglich ist, ob Jule Hölschers lädierter Knöchel einen Einsatz zulässt. Positiv ist, dass Neuzugang Tom Bovenschulte nun endlich voll ins Training einsteigen konnte und am Sonntag eine Alternative ist. Große Änderungen sind in Emsdettens Startformation jedenfalls nicht zu erwarten. Coach Wiethölter sieht die Partie in Peckeloh „wie ein Pokalspiel. Wir sind der Außenseiter, wollen uns aber im Vorfeld auch nicht zu klein machen, schließlich fahren wir da mit einer breiten Vier-Punkte-Brust hin!“
Marc Wiethoelter