Gegen Emsdetten dürfte der SC Peckeloh alles reinhauen, um endlich in die Erfolgs-Spur zu kommen. „Ja, gut, kann sein“, meint Borussen-Trainer Marc Wiethölter dazu. Und weiß: „Du darfst sie natürlich nicht ins Rollen kommen lassen.“ Borussias Ex-Trainer Roland Westers und der Sportliche Leiter Hans-Dieter Jürgens schauten sich Peckeloh in Mesum an und brachten sicher wertvolle Tipps mit.
Ebenfalls wertvoll: Borusse Jule Hölscher, der gegen Kaunitz mit einer Sprunggelenkverletzung runter musste, dürfte rechtzeitig fit werden. „Jule hat an der Stelle chronische Probleme. Deswegen muss er auch nicht jede Woche dreimal trainieren“, sagt Wiethölter.
„Taktisch grenzwertig“
Der Westers-Nachfolger will der Borussia mehr Offensivgeist einimpfen als sein Vorgänger, betont aber immer wieder, dieser Prozess brauche Zeit. Das Kaunitz-Spiel war ein Spiegelbild dafür. Borussia legte furios los, hatte in den ersten 18 Minuten sieben Ecken, hätte 2:0 führen können, verlor dann aber gegen aggressiver werdende Hausherren komplett den Faden. Marc Wiethölter: „Wir verstecken uns ein bisschen, haben Angst vor der Kaunitzer Präsenz.“ Beispiel dafür: Bei zwei langen Bällen des Gegners hätten seine Innenverteidiger Hendrik Ohde und Mattes Langelage Zeit gehabt, den Ball mit der Brust runterzunehmen, doch sie köpften ihn lieber weg, weil sich die Vorderleute eh nicht mehr richtig im Halbfeld als Anspielstation anboten, sondern im Mittelfeld verkrochen. „Dabei haben die Jungs alle die Qualität“, betont Wiethölter. Statt das Spiel zu beruhigen, artete es zu einem wilden Ritt aus. „Taktisch grenzwertig“, so Wiethölter über die 2. Halbzeit. „Die Jungs waren mit sich selbst nicht zufrieden.“