Kunstrasenplatz ist „das“ Borussia-Projekt

11.06.2025

EV-Gespräch mit „Trainer-Rentner“ Roland Westers

Was macht der „Trainer-Rentner“ Roland Westers? Und: Wie steht es um den Kunstrasenplatz am Teekotten? Der Ex-Coach antwortet.

Dienstag, 10.06.2025 - 18:00 Uhr 

Fortan nicht mehr vor, sondern nur hinter der Bande: Roland Westers bleibt „seiner“ Borussia auch ohne Traineramt treu und wird sich in vielen Bereich für seinen Verein engagieren. | Foto: Thomas Strack

Seit dem 1. Juni ist die Fußball-Saison 2024/25 gelaufen, ist Roland Westers nicht mehr Trainer des Westfalenligisten Borussia Emsdetten, mit dem er den Klassenerhalt geschafft hat (die EV berichtete). Was macht der bis dato so sehr engagierte Coach nun als „Trainer-Rentner“ mit seiner neu gewonnenen Freizeit? Darüber und über das Kunstrasenprojekt am Teekotten sprach die EV mit Westers.


Hallo Roland. Keine Spiele, kein Training, keine Gegnerbeobachtung – ist dir jetzt langweilig?


Roland Westers: Nein, es ist gerade alles ganz entspannt. Ich empfinde es eher als erholsam statt langweilig.


Was wirst du künftig fußballerisch tun?


Dass ich mich weiterhin für meinen Heimat- und Herzens-Verein Borussia Emsdetten engagiere, ist klar. Was ich im Verein machen möchte, das ist mir freigestellt worden. Ich denke, ich werde mich in der Jugend engagieren, da wird noch ein Kassierer gesucht.


Zudem hat sich bei Borussia eine neue Gruppe gegründet...


Das „neue Team“, das im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Freitag vorgestellt werden soll?


... ich glaube schon. Diese Gruppe unterstützt den Borussen-Vorstand. Und da versuche auch ich mitzuhelfen, wo ich gebraucht werde. So helfe ich z.B. mit, das B-Liga-Relegationsspiel am Mittwoch im Walter-Steinkühler-Stadion vorzubereiten. Bei Borussia tut sich derzeit auf vielen Ebenen was.


Und in der Jugendabteilung wirst du auch weiterhin mitarbeiten?


Unsere Tochter und unser Sohn spielen in der Borussen-Jugend, wir sind also ohnehin da und helfen mit.

Mit Marc Wiethölter hast du deinen Nachfolger auf der Trainerbank selbst mit ausgesucht. Was wünscht du ihm?


Westers (lacht): die Oberliga.


Das ist ambitioniert.


Ich wünsche ihm, dass er hier bei Borussia so schnell ankommt, wie sich das alle hier erhoffen. Ich bin überzeugt, dass Marc hier eine super Arbeit leisten wird und hoffentlich lange Zeit Borussen-Trainer bleibt.


Wichtig für die Zukunft der Borussia ist, dass der Verein möglichst rasch einen Kunstrasenplatz bekommt, um die Trainingsbedingungen in den Wintermonaten zu verbessern.


Ein Kunstrasenplatz ist „das Projekt“ für den Verein Borussia Emsdetten. Daran wird gerade auf vielen Ebenen gearbeitet. Es wird viel Zeit und Arbeit investiert, um das Projekt zu realisieren.


Warum braucht Borussia einen Kunstrasenplatz?


Im Verein spielen gut 450 Jugendliche und Kinder. Die trainieren in der Regel zweimal pro Woche, jeweils 90 Minuten. Wenn die Kinder eine Woche nicht trainieren können, dann sind das 1350 Stunden in einer Woche, in denen sie nicht betreut sind. Da wünscht man sich als Verein wie als Bürger der Stadt Emsdetten, dass diese Betreuung gewährleistet wäre. Ich hoffe, dass die Lokalpolitiker das auch so sehen.


Klar ist, dass auch der Verein seinen Teil zum Gelingen des Kunstrasen-Projektes beizutragen hat. Der Borussen-Vorstand kennt die Unzufriedenheit bezüglich der Trainingsbedingungen gerade im Winter und versucht derzeit alles, die Dinge in die richtige Richtung zu lenken. Aber: Letztlich geht es dabei ums Geld.

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