Trainer Westers mit Niederlage verabschiedet

26.05.2025

Borussia unterliegt 0:2 gegen den SuS

Ein Punkt fehlte dem benachbarten SuS Neuenkirchen vor dem Gastspiel am Sonntag bei Borussia Emsdetten noch zur Rettung . Am Ende wurden es drei Zähler – und so feierten die zahlreichen SuS-Fans unter den 447 Zuschauenden mit ihren Kickern den Klassenerhalt in der Westfalenliga auf dem Rasen des Dettener Walter-Steinkühler-Stadions.

Die Borussen verabschiedeten vor dem letzten Heimspiel gegen den SuS Neuenkirchen Trainer Roland Westers (vorne, rote Jacke) sowie die Spieler (von links) Laurentia Tuca (geht zu Oberligist Vreden), Engin Shegaj (zu Landesligist SV Burgsteinfurt), Johannes Sommer (zu Greven 09 II) und Co-Trainer Jan Kortevoß (wird Trainer bei Greven 09 II). | Foto: Thomas Strack

Die Borussen, die sich bereits eine Woche zuvor die weitere Zugehörigkeit in der Westfalenliga gesichert hatten, gönnten es dem Nachbarn. Wer will es ihnen verdenken? Schließlich fährt man in der Saison 2025/26 lieber 20 Minuten mit dem Rad nach Neuenkirchen als zweieinhalb Stunden mit dem Bus bis zum 1. FC Nieheim... „Eigentlich hatte dieses Spiel keinen Gewinner verdient“, merkte Borussia-Trainer Roland Westers nach der Partie an. Er war, wie sein „Co“ Jan Kortevoß und die Spieler Laurentiu Tuca (geht zu Oberligist Vreden), Engin Shegaj (zu Landesligist SV Burgsteinfurt) und Johannes Sommer (zu Greven 09 II) vor der Partie mit Präsenten vom Vorstand verabschiedet worden.


Auch Silas Burke (war im Stadion) und Noah Afiemo verlassen die Borussia, wurden aber nicht offiziell verabschiedet, da man sich im Unfrieden getrennt hatte.


„Die 1. Halbzeit war harte Kost“


Für die Borussen ging es in dieser Partie um nichts mehr, für den SuS um viel. Entsprechend übernahm Neuenkirchen gleich die Initiative, hatte aber keinen wirklichen Plan, wie der Dettener Abwehrriegel zu knacken sei. Keine gefährliche Torszene, kein Torschuss – hüben wie drüben. Daher war das Beste an der 1. Hälfte der Pausenpfiff von Referee Marian Zabell. „Die 1. Halbzeit war wirklich harte Kost für die Zuschauer“, gab Westers zu.


In der Kabine hatten die Trainer ihre Kicker wohl daran erinnert, dass man auch Fußball spielen und den Zuschauern, die brav ihren Eintritt entrichtet hatten, etwas zeigen darf. Nach exakt einer Stunde Spielzeit hielten die Fans erstmals die Luft an, als SuS-ler Wiegers nach einem Solo den linken Pfosten traf.

Fortan bemühte sich auch Borussia um Offensive. Doch Diekmann hatte die nächste Chance für den Gast – knapp drüber (68.).


Auf der Gegenseite verpasste Tuca eine Quibeldey-Flanke um die berühmten Zentimeter (71.), dann scheiterte er mit einem Versuch an Keeper Wiesmann (73.). Roß (75.) und Janning (76.) näherten sich dem Borussen-Tor an, trafen aber jeweils nur das Außennetz.


Auch Borusse Kraushaar hatte aus spitzem Winkel die Führung auf dem Schlappen, doch wieder blieb Wiesmann Sieger (79.). Eine Rudelbildung auf dem Platz brachte zusätzlich Stimmung auf den Rängen (80.).


Abseits-Tor


Dann konterte Borussia, doch Weidels Volleyversuch misslang (82.). Auf der Gegenseite machte es Felix Wiggers besser, traf aus 14 Metern zur Gäste-Führung (83.) und hätte per Kopf eigentlich noch das 0:2 drauflegen müssen (85.).


Borussia Emsdetten wollte das letzte Westfalenliga-Heimspiel jedoch nicht verlieren, ein Punkt hätte dem SuS ja gelangt. Ohde (86.) traf auch, doch das Tor wurde aufgrund einer Abseitsstellung annulliert. Tuca (89.) und Ohde (90.) vergaben die letzten Großchancen zum Ausgleich.


Roß (90.), der frei durch an Dömer scheiterte, machte es auf der Gegenseite nicht besser. So dauerte es bis in die Nachspielzeit, als Joshua Roß einen SuS-Konter zum 0:2 abschloss (90.+3). Dann pfiff der Schiri ab – und der SuS Neuenkirchen feierte den Klassenerhalt.

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