Roland Westers über Burkes Abgang: „Wir haben das Gefühl, dass der Vater die treibende Kraft ist.“ Darauf angesprochen, lacht der Sohn, sagt: „Das ist Quatsch. Er hatte maximal eine beratende Funktion. Die Entscheidungen treffe ich.“ Er habe an dem Mittwoch einfach viel telefoniert, auch mit Borussen-Spielern, mit denen er sich immer „super verstanden“ habe, denen er nun seinen Weggang persönlich mitteilte und „die es aus sportlicher Sicht nachvollziehen konnten“. Daher habe sein Vater den Anruf bei Jürgens übernommen. Burke betont, der Wechsel-Entschluss sei ihm sehr schwer gefallen, er habe in diesen Tagen „wenig geschlafen“.
Westers geigt Burke die Meinung
Auch seinen Coach Westers rief Silas Burke am Mittwoch an – der ihm daraufhin eine Standpauke hielt und mitteilte, dass er sich beim Training und bei Spielen nicht mehr blicken lassen muss. Westers über Burkes Wechsel: „Viel egoistischer kann man nicht handeln.“ Man rede hier ja auch nicht über einen unerfahrenen 17-Jährigen, sondern über einen 23-Jährigen. Zumal Borussia Burkes Forderungen, für die nächste Saison einen schlagkräftigen Kader aufzustellen, erfüllt habe. So kommt etwa mit Mattes Langelage ein Mann für die Defensive und mit Samir Haxha ein Ersatz für Laurentiu Tuca (wechselt zum Oberligisten Vreden) auf der linken Bahn. Ironie am Rande: Die beiden Neuzugänge spielen aktuell noch bei Burkes künftigem Verein Bersenbrück.
Muss sich Borussia denn etwas vorwerfen, das seinen Meinungsumschwung rechtfertigt: „Nein“, antwortet Burke, „ich habe mich bei Borussia immer wohl gefühlt. Schade, dass es so endet.“ Trotz seines Rauschmisses will er Sonntag beim Heimspiel gegen Neuenkirchen „als Zuschauer am Platz sein“.
Westers hat offenbar wenig Lust auf ein Treffen, nennt Burkes Wechselgründe „dreist und frech“. Der Spieler dazu: „Roland und ich haben uns persönlich immer gut verstanden. Deswegen ist er jetzt vielleicht mehr verletzt. Und Borussia ist ja auch sein Herzensverein.“