1:0 in Peckeloh: Klassenerhalt perfekt
Komm‘ in meine Arme, Junge! Borussia Emsdettens Trainer Roland Westers schnappt sich seinen Kapitän Hendrik Ohde, der am Sonntag in Peckeloh den 1:0-Siegtreffer köpfte (45. Minute). | Foto: Marius Holthaus
Die Gäste gaben beim Favoriten SC Peckeloh alles, hier landet Jule Hölscher am Boden, nahm am Ende aber mit Borussia Emsdetten alle drei Punkte mit. | Foto: Marius Holthaus
Ansonsten überließ der Außenseiter dem Tabellenfünften zwar das Spiel, ließ hinten aber so gut wie nichts zu. Und sorgte immer wieder mit Gegenstößen und Standards für Entlastung, war dabei aber ebenfalls meist harmlos, weil die Präzision fehlte oder der Mitspieler nicht mitdachte.
So wurde es ein chancenarmes, aber durchaus intensives Spiel. Disziplinierte, organisierte, höchst engagierte Borussen brachten Peckeloh allmählich zur Verzweiflung. Den Hausherren fiel nichts ein. Innenverteidiger Ohde köpfte hinten alles weg, ließ gemeinsam mit seinen Nebenleuten einfach nichts anbrennen.
Peckeloh versuchte alles. In der Schlussphase ging Keeper Robin Brüseke bei Standards mit nach vorne – vergebens. In der vierminütigen Nachspielzeit hätte der eingewechselte Borusse Konstantin Baans die Zitterpartie mit dem 2:0 beenden können, doch von Tobias Klostermann und Silas Burke freigespielt, zielte er knapp daneben. Kurz danach ertönte der Abpfiff, erleichterte Borussen fielen sich in die Arme. Klassenerhalt perfekt!
Die Trainerstimmen
„Wir wussten, dass es ein zähes Spiel wird“, bilanzierte SC Peckelohs Trainer Markus Kleine-Tebbe nach der 0:1-Heimniederlage. „Wir hatten viel den Ball, waren aber im Spielaufbau zu langsam und unsauber, haben unfassbar viele Fehler gemacht, haben schlecht geflankt.“ In der Offensive hätten seiner Mannschaft zudem die zündenden Ideen gefehlt. Kleine-Tebbe: „Eines unserer schlechtesten Heimspiele der letzten Wochen. Dann hat man es auch nicht verdient. Die Borussen haben gekämpft und sich reingeschmissen.“
Borussen-Trainer Roland Westers: „Ein unfassbar wichtiger Sieg. Ein Endspiel nächste Woche brauchst du nicht, den Druck haben die Jungs zum Glück mit dem Sieg heute von sich genommen. Wir haben überragend gegen den Ball gespielt. Dass man bei uns mit Ball im letzten Drittel die Verunsicherung gesehen hat, ist klar, ist jetzt aber egal.“ Dass Weidel mit seiner Ecke den Siegtreffer vorbereitet hat, „freut mich für Markus besonders. Er hat in den letzten Wochen den größten Sprung von allen gemacht, ist in der Liga angekommen.“

