Schlussspurt in der Westfalenliga. Noch vier Spiele bis Saisonende. In der „offiziellen“ Tabelle haben die Borussen als Zwölfter noch sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang 14. Doch aufgrund der drei Zähler, die der 1. FC Nieheim voraussichtlich am Grünen Tisch für die 2:4-Niederlage gegen Bockum-Hövel bekommen wird, verringert sich der Abstand auf vier Punkte (siehe Artikel unten).
Das erhöht den Druck auf die Rot-Weißen vor der Partie am Sonntag ab 15 Uhr im Walter-Steinkühler-Stadion zusätzlich, denn mit dem SC Delbrück kommt der Tabellenvorletzte (21 Punkte) nach Detten. Gelingt Borussia ein Sieg – es wäre der erste seit dem 23. Februar, dem 3:2 über Kinderhaus – wäre das doppelt gut für das Team von Trainer Roland Westers. Es wäre ein großer Sprung in Richtung Klassenerhalt, während Delbrück sich schon mal mit der Landesliga anfreunden müsste.
Delbrück verblüft mit 4:0-Sieg
Doch Westers warnt: „Delbrück hat zuletzt 4:0 gegen Soest gewonnen, und das ist eine der spielstärksten Mannschaften der Westfalenliga 1.“ Umso erstaunlicher sind Delbrücks vier Treffer in dem Spiel, da der SCD mit nur 30 Toren den schwächsten Angriff der Liga stellt. Die Borussen sind aber nicht viel besser, haben in 26 Meisterschafts-Partien nur ein Tor mehr erzielt als die Gäste. Auf ein Torfestival dürfen sich die Fans am Sonntagnachmittag wohl nicht freuen...
Doch die Borussen gehen optimistisch in dieses wichtige Spiel: „Wir haben vom 1:1 bei Spitzenreiter Hiltrup viel Selbstvertrauen mitgenommen“, berichtet Trainer Westers. Dieses Last-Minute-Remis – Paul Quibeldey traf in der 8. Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich – hat die rot-weiße Pleitenserie von sechs Niederlagen in Serie beendet. Am Sonntag wird es höchste Zeit für einen Heim-Dreier, auch wenn Westers damit rechnet, „dass bis zum Schluss kein Team klein beigeben wird“ und seine Elf auf einen harten Kampf einstellt.
Da ist es positiv, dass die Dettener bis auf Mittelfeldmotor Kai Deradjat wohl komplett sein werden. Mittelstürmer Silas Burke steht ebenso im Kader wie „Sechser“ Arjan Kraushaar. Sorgenkind ist noch Konstantin Baans, der aufgrund einer Erkältung in dieser Woche nicht trainieren konnte. Dennoch hat Westers „Baani“ für Sonntag auf dem Zettel. Der Stürmer soll mithelfen, dass Borussia nach sieben Wochen endlich wieder über drei Punkte jubeln darf. Denn die wären super wichtig.