Borussia beim TuS Hiltrup

03.05.2025

Kriselnde Borussen beim TuS Hiltrup

Westfalenligist Borussia Emsdetten tritt am Sonntag bei Spitzenreiter TuS Hiltrup an. Ein Blick in die Hinrunde kann dem kriselnden Außenseiter Mut machen.

Freitag, 02.05.2025 - 18:30 Uhr
 

Da war die Borussen-Welt noch in Ordnung: Am 11. Spieltag feierte der Gastgeber um Julian Dirks (r.) gegen Spitzenreiter TuS Hiltrup einen 1:0-Heimsieg, das Tor des Tages schoss Laurentiu Tuca (49.). Emsdetten als Tabellen-Fünfter lag damals nur drei Punkte hinter Rang eins. Heute, nach sechs Niederlagen in Folge, geht der Blick längst nach unten. | Foto: Thomas Strack

Borussia Emsdettens Schlussprogramm in dieser Westfalenliga-Saison lässt sich so zusammenfassen: zwei Pflichtaufgaben, drei Bonusspiele. „Joa, kannste ungefähr so sagen“, meint Trainer Roland Westers dazu. Er selbst drückt es so aus: „Es sind drei Spiele, in denen keiner was von uns erwartet. Und zwei Spiele mit mehr Zündstoff.“


Klassenerhalt perfekt machen


Die letzteren beiden steigen zu Hause gegen die Kellerkinder Delbrück (11. Mai) und Neuenkirchen (25. Mai). Da sollte die Borussia, die nach zuletzt sechs Niederlagen am Stück nur noch sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat, den Klassenerhalt perfekt machen. Ansonsten stehen noch drei harte Auswärts-Aufgaben an: gegen Peckeloh (Tabellen-Vierter), Maaslingen (2.) – und an diesem Sonntag beim TuS Hiltrup. Der ist Spitzenreiter. Die Borussen treten dort als klarer Außenseiter an, können sich aber mit einem Blick zurück in die Hinrunde Mut machen. Damals brachten sie dreimal nacheinander zu Hause den gerade amtierenden Tabellenführer zu Fall: Rödinghausen II (2:2), Peckeloh (1:1) – und auch Hiltrup stürzte in Emsdetten. „Klar hatten sie nach unserer Führung zwei, drei dicke Dinger, aber sie haben uns nicht an die Wand gespielt“, erinnert sich Westers an den 1:0-Sieg.


Damals ritt die Borussia auf einer Erfolgswelle, hatte das Momentum auf ihrer Seite und überstand in den Spielen auch schwierige Phasen. Mittlerweile hat sich der Wind komplett gedreht, geht gefühlt alles schief. „Ja, das ist so“, bestätigt Westers, „aber durch Jammern kannst du das Momentum nicht zurück auf deine Seite ziehen.“


Wie will Borussia in Hiltrup bestehen? „Durch Fußball spielen“, antwortet der Coach lachend. Natürlich habe man auch „zwei bis drei Ideen“ im Gepäck. „Mal gucken, ob es was wird.“


Ausgeglichene Liga


So wie im Hinspiel halt. Die Partie damals hat einmal mehr belegt, dass in dieser ausgeglichenen Liga quasi jeder gegen jeden etwas holen kann. Ein weiterer Beleg dafür: Ihre bis heute letzte Pleite holten sich die Hiltruper Ende März bei Abstiegskandidat SuS Neuenkirchen ab (1:3). Seitdem aber ließen sie vier Siege folgen. Roland Westers: „Sie haben eine sehr gute Mannschaft, stehen zurecht da oben. Sie sind aber auch keine Mannschaft, die ohne Ende alles wegknüppelt.“

Kai Deradjat (Schlüsselbeinbruch) fehlt wie gehabt bis Saisonende. Auch Stürmer Silas Burke (Nasenbeinbruch) muss noch zuschauen, seine Gesichtsmaske könnte bis zum Delbrück-Spiel in einer Woche aber fertig sein. Keeper Engin Shegaj setzt wegen Prüfungsstress aus. Tobias Klostermann kommt erst am Wochenende aus dem Urlaub zurück und ist daher kein Kandidat für die Startelf.
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