Borussia Emsdettens Schlussprogramm in dieser Westfalenliga-Saison lässt sich so zusammenfassen: zwei Pflichtaufgaben, drei Bonusspiele. „Joa, kannste ungefähr so sagen“, meint Trainer Roland Westers dazu. Er selbst drückt es so aus: „Es sind drei Spiele, in denen keiner was von uns erwartet. Und zwei Spiele mit mehr Zündstoff.“
Klassenerhalt perfekt machen
Die letzteren beiden steigen zu Hause gegen die Kellerkinder Delbrück (11. Mai) und Neuenkirchen (25. Mai). Da sollte die Borussia, die nach zuletzt sechs Niederlagen am Stück nur noch sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat, den Klassenerhalt perfekt machen. Ansonsten stehen noch drei harte Auswärts-Aufgaben an: gegen Peckeloh (Tabellen-Vierter), Maaslingen (2.) – und an diesem Sonntag beim TuS Hiltrup. Der ist Spitzenreiter. Die Borussen treten dort als klarer Außenseiter an, können sich aber mit einem Blick zurück in die Hinrunde Mut machen. Damals brachten sie dreimal nacheinander zu Hause den gerade amtierenden Tabellenführer zu Fall: Rödinghausen II (2:2), Peckeloh (1:1) – und auch Hiltrup stürzte in Emsdetten. „Klar hatten sie nach unserer Führung zwei, drei dicke Dinger, aber sie haben uns nicht an die Wand gespielt“, erinnert sich Westers an den 1:0-Sieg.
Damals ritt die Borussia auf einer Erfolgswelle, hatte das Momentum auf ihrer Seite und überstand in den Spielen auch schwierige Phasen. Mittlerweile hat sich der Wind komplett gedreht, geht gefühlt alles schief. „Ja, das ist so“, bestätigt Westers, „aber durch Jammern kannst du das Momentum nicht zurück auf deine Seite ziehen.“
Wie will Borussia in Hiltrup bestehen? „Durch Fußball spielen“, antwortet der Coach lachend. Natürlich habe man auch „zwei bis drei Ideen“ im Gepäck. „Mal gucken, ob es was wird.“
Ausgeglichene Liga
So wie im Hinspiel halt. Die Partie damals hat einmal mehr belegt, dass in dieser ausgeglichenen Liga quasi jeder gegen jeden etwas holen kann. Ein weiterer Beleg dafür: Ihre bis heute letzte Pleite holten sich die Hiltruper Ende März bei Abstiegskandidat SuS Neuenkirchen ab (1:3). Seitdem aber ließen sie vier Siege folgen. Roland Westers: „Sie haben eine sehr gute Mannschaft, stehen zurecht da oben. Sie sind aber auch keine Mannschaft, die ohne Ende alles wegknüppelt.“