Westfalenligist Borussia in der Krise
Westers wälzt sich in den Schlaf
Borussia Emsdettens Westfalenliga-Trainer Roland Westers sucht den Weg aus der Krise. | Foto: Thomas Strack
Borussia wollte Nieheim früh unter Druck setzen, die Gäste zu langen Bällen zwingen. Das klappte im Grunde auch. Wären da nicht die irre vielen Ballverluste im Spielaufbau gewesen, mit denen Emsdetten die Gäste ständig zum Kontern einlud. Westers: „Wir bieten den Gegnern zurzeit wahnsinnig viele Chancen an.“ Das sei ein Resultat der um sich greifenden Verunsicherung. Ein anderes Beispiel dafür: Beim Stand von 0:0 verfehlte selbst ein alter Haudegen wie Julius Hölscher aus 20 Metern den leeren Nieheimer Kasten (55.). „Auch bei einem so erfahrenen Spieler ist es eine Kopf-Sache. Da ist es egal, ob du 18 oder 31 bist“, sagt Westers.
„Ist halt so“
Das Toreschießen ist eh nicht Hölschers Kernkompetenz. Ganz anders sieht das bei Vollblut-Knipser Silas Burke aus. Borussias Top-Torjäger wurde am Sonntag bei so mancher aussichtsreicher Strafraumszene schmerzlich vermisst. Westers: „Dass Silas uns abgeht, ist auch klar.“ Er hofft, ihn nach seinem Nasenbeinbruch „in den letzten zwei, drei Spielen“ noch einsetzen zu können. Ansonsten will er sich mit Borussias aktuellem Ausfall-Pech („Ist halt so“) nicht lange aufhalten.
Wie geht‘s weiter? Westers: „Wir dürfen auf dem Platz keine Angst vor Fehlern haben, müssen wieder eine gewisse Lockerheit und Leichtigkeit reinkriegen, müssen mit Ball befreiter spielen. Da sind wir Trainer jetzt gefordert.“

