„Jeder Borusse ist gerade sehr geknickt“, sagte Trainer Roland Westers bei der anschließenden Pressekonferenz. Gleichzeitig betonte er, „dass wir noch immer in der Pole Position sind. Wir müssen ja nicht hinterherrennen.“ Das Sieben-Punkte-Polster erscheint angesichts der vielen Nullrunden der vergangenen Wochen jedoch arg dünn.
Borussia beim 0:1 nicht im Bilde
Zumal der Coach sieht, wie seine Truppe immer mehr flattert. „Die Unsicherheit beim Tor zum 0:1 war unfassbar zu erkennen.“ Die 72. Minute: Nieheims wendiger Stürmer Julien-Noah Kracht geht links am Strafraum mit Ball durch zwei Borussen durch, passt an den zweiten Pfosten zu Tobias Puhl, der legt ab auf Alexander Wehrmann, der die Kugel flach ins lange Eck jagt. Sekunden später: Anstoß Borussia, Mats Hagel will den Ball nach vorne schlagen, sein Schuss wird geblockt, ruckzuck ist Nieheim wieder in der Box, wo Kracht das Spielgerät auf die Latte drischt (73.). Borussia bleibt im Geschäft, stellt um auf Risiko. Doch der nächste Fehler im Spielaufbau macht ihnen den Garaus: In der 80. Minute verliert Arne Moselage den Ball, Nieheim kontert, Puhl knallt die Kugel volley zum 0:2 ins Netz. Aus, vorbei.
Die Partie hatte für Borussia schon schlecht begonnen, gleich in der 1. Minute musste Dömer bei Puhls Kopfball zugreifen. „Einmal ordnen, schütteln, weiter geht‘s“, rief Westers daraufhin aufs Feld.