Auf dem Weg dorthin gibt es nur noch eine Hürde. Und die wirkt auf den ersten Blick nicht besonders hoch. Im Halbfinale muss Emsdetten am Donnerstagabend um 19 Uhr bei den zwei Klassen tiefer spielenden SF Gellendorf antreten. Doch Röber warnt: „Das ist ein sehr, sehr guter A-Ligist. Sie sind Tabellenführer, haben neben 13 Siegen nur ein Unentschieden und eine Niederlage, haben ein Torverhältnis von 82:14.“ Die Gellendorferinnen schießen also fast 5,5 Tore pro Spiel.
Gegen Borussia sind sie dennoch klarer Außenseiter. Zumal das Röber-Team mächtig in Fahrt ist. In den letzten neun Meisterschaftsspielen gab es sieben Siege. „Es macht allen Spaß zu wissen, dass wir uns weiterentwickeln“, sagt der Coach. Trotz vieler Langzeitverletzter und einer schleppenden Winter-Vorbereitung „haben wir eine unglaubliche Stabilität reingekriegt. Wir spielen im Moment sehr dominant. Auch in Gellendorf dürfen wir keinen Millimeter nachlassen, müssen ab der 1. Minute die gleiche Konzentration zeigen wie zuletzt.“
Im Endspiel winkt einmal mehr das große Duell mit Pokal-Seriensieger Germania Hauenhorst (trifft im Halbfinale am 22. April auf Landesligist Langenhorst-Welbergen). Der Westfalenligist hat in den vergangenen Jahren ständig Borussias Traum vom Pott begraben. 2024 etwa im Halbfinale (1:0), in den beiden Jahren davor gewann Hauenhorst jeweils das Finale gegen Emsdetten mit 4:0 bzw. 5:0.
Ehe sie sich mit dem Endspiel beschäftigen können, müssen die Borussinnen erst mal die Vorschlussrunde in Gellendorf meistern. Allerdings fallen drei Offensivkräfte kurzfristig aus: Hannah Kleve und Hannah Scheipers sind seit dem 2:0-Sieg am Sonntag gegen Wessum angeschlagen, Eva Lukasiewicz fehlt studienbedingt.
Kreispokal-Halbfinale
Donnerstag, 19 Uhr, Sportpark Gellendorf I, Am Sporthügel 50 in Rheine: Sportfreunde Gellendorf - Borussia-Frauen