Borussia kassiert vierte Schlappe in Folge

07.04.2025

Westfalenliga: 1:2 beim FSC Rheda

Borussia Emsdetten bekommt die Abfährtsfahrt in der Westfalenliga weiter nicht gestoppt. Das 1:2 (0:0) am Sonntag beim FSC Rheda war die vierte Pleite in Folge. Dabei keimte in der 82. Minute noch mal Hoffnung auf.

Sonntag, 06.04.2025 - 22:09 Uhr

 

Purer Frust: Borusse Arne Moselage liegt nach dem Abpfiff enttäuscht auf dem Kunstrasenplatz des FSC Rheda. | Foto: Marius Holthaus

Die Gäste lagen 0:2 hinten, hatten längst in den Risiko-Modus geschaltet, Innenverteidiger Hendrik Ohde war nur noch vorne zu finden. Die Borussen legten den Ball rechts raus auf den völlig freien Julius Hölscher, dessen maßgenaue Flanke wuchtete Silas Burke per Kopf zum 1:2 ins Netz. Emsdetten bäumte sich danach noch mal auf, bekam aber keinen nennenswerten Abschluss mehr hin.


Genau genommen hatte Borussia davon im gesamten Spiel nur zwei. Beim späten Tor und bereits in der 4. Minute, als Vincent Schultes Schuss auf die Latte tropfte. Vermutlich wäre Rhedas Schlussmann Pascal Müller aber zur Stelle gewesen.


Danach wurde schnell deutlich, wie schmerzlich die Borussen ihre Ausfälle vermissten. Die ordnenden und Gefahr bringenden Pässe von Mittelfeld-Drahtzieher Kai Deradjat fehlten. Für den ebenfalls verletzten Henrik Laumann spielte Markus Weidel auf der Zehn, das Spiel lief völlig an ihm vorbei. Und so endeten Borussias Offensivbemühungen, kaum dass sie begonnen hatten. Dabei hätte Emsdettens Defensive ein wenig mehr Entlastung gutgetan, laufend geriet sie gegen Rhedas schnelle Leute ins Wanken. Kelvin Kleins Schuss klatschte auf die Latte (6.), Fouad Aghnimas Freistoß parierte Keeper Luca Dömer (9.), der auch bei Jakob Kappel-Sudbrocks Schlenzer stark mit den Fingerspitzen noch dran war (11.). Dass Borussias Innenverteidiger Mats Hagel und Hendrik Ohde nach 13 Minuten beide schon Gelb gesehen hatten, ist ein Ausdruck des Abwehrkampfs.


Borussen-Trainer Westers: „Bitter“


Nach Rhedas Anfangs-Feuerwerk konnte Emsdetten die Partie ein wenig beruhigen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Gäste dann – auch offensiv – deutlich stabiler. Für Weidel, der bereits in der 35. Minute für Attila Szabo Platz machen musste, rückte jetzt Vincent Schulte von der rechten Bahn auf die Zehn. Szabo ging auf die Sechs für Julian Dirks, der wiederum auf rechts übernahm. Trainer Roland Westers: „Bitter! Du kommst gut aus der Kabine – und mit Rhedas erstem Angriff in der zweiten Halbzeit kriegen wir direkt das 0:1.“ So war es passiert: Justus Kappel-Sudbrock hatte auf der linken Angriffsseite Doppelpass mit Bruder Jakob gespielt, den Ball dann in die Mitte zu Fouad Aghnima gepasst, der Dömer überwand (54.). Nur zwei Minuten später blieb der Schlussmann in diesem Duell wieder Sieger, fischte Aghnimas Freistoß aus dem Winkel. Doch nach Dirks‘ Fehlpass im Spielaufbau war der pfeilschnelle Justus Kappel-Sudbrock auf und davon und stellte auf 2:0 (67.).


Auch danach konterte Rheda immer wieder gefährlich. Dass die Hausherren bis in die sechsminütige Nachspielzeit hinein um den Sieg zittern mussten, lag an ihrer Abschlussschwäche und Dömer. Der alleine kann aber keine Spiele gewinnen.

Die Trainerstimmen

 

  • „Rhedas Sieg ist nicht unverdient“, sagte Borussen-Trainer Roland Westers mit Blick auf das deutliche Chancen-Plus der Gastgeber. Ihn nervte besonders, dass sein Team nach einigen Umstellungen nach der Pause gefestigt auf den Platz zurückkehrte, der gute Start aber durch das 0:1 jäh unterbrochen wurde. „Uns fehlt zurzeit das Spielglück.“
  • Rheda-Coach Vittorio Lombardi war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden, „wir sind nur zu schludrig mit unseren Chancen umgegangen“.

 

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