31.03.2025
Westfalenligist unterliegt Soest mit 1:2
Borussia Emsdetten steckt weiterhin im Abwärtsstrudel. Das Heimspiel gegen das ersatzgeschwächte Westfalenliga-Spitzenteam SV Westfalia Soest verloren die Dettener am Sonntag vor offiziell nur 140 Zuschauenden mit 1:2 (0:1).
Christoph Niemeyer
Von Christoph Niemeyer Emsdetten · Fußball
Allerdings zeigten die Rot-Weißen dabei eine deutlich bessere Einstellung als zuvor beim 0:3 gegen den SV Mesum und dem 0:5 bei GW Nottuln.
Noch auf dem Platz rief Borussen-Trainer Roland Westers daher sein Team zum Kreis zusammen, hielt eine emotionale Ansprache und betonte dabei gegenüber seinen Kickern: „Wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald belohnt.“
Deradjat schwer verletzt
Allerdings wird das durch die vermutlich schwere Schulterverletzung von Kai Deradjat nicht einfacher, der in der 82. Minute vom Soester Niklas Senk zu Boden gerissen wurde und infolgedessen ausgewechselt werden musste. „Für Kai dürfte die Saison wohl vorbei sein“, mutmaßte Coach Westers. Senk sah übrigens für sein rüdes Foul nur „Gelb“ vom insgesamt schwachen Referee Janis Stork.
Soest war vom Anpfiff weg voll da, übernahm die Initiative. Borussia brauchte ein wenig, um im Spiel anzukommen. In der 18. Minute kassierten die Hausherren einen frühen Rückschlag. Hergenreider durfte von links ungehindert flanken, Mario Jurss stand sechs Meter vor dem Tor frei und bugsierte den Ball per Kopf rechts oben ins Netz – das 0:1.
Borussia mühte sich zwar, hatte aber erst in der 42. Minute eine echte Ausgleichs-Chance, doch Jule Hölscher jagte das Leder nach guter Vorarbeit von Burke über den Querbalken. Auf der Gegenseite verstolperte Greco freistehend das 0:2 (43.). Kurz vor der Pause hatte Silas Burke das Riesending zum Ausgleich, verzog aber aus 13 Metern kläglich – es blieb beim 0:1.
Vincent Schulte (vorne) sorgte bei den Borussen für die meisten Offensiv-Akzente bei der 1:2-Heimniederlage gegen Soest. | Foto: Thomas Strack
Nach Wiederanpfiff wurde Borussia offensiver. Erneut hatte Burke den Ausgleich auf dem Schlappen, scheiterte aber am glänzend reagierenden Westfalia-Keeper Kasparek (54.). Auf der Gegenseite prüfte Jurss Keeper Dömer, der parierte im kurzen Eck (55.).
In der 66. Minute spitzelte der Soester Brauckmann mit dem Rücken zum Tor den Ball nach einer Freistoßflanke aus fünf Metern ins kurze Eck – das 0:2.
Borussia versuchte es weiter. Und nach einem klasse Pass von Kai Deradjat hatte Vincent Schulte freie Bahn, verzog aber (71.). Doch zwei Minuten später war der Anschlusstreffer fällig. Nach einem langen Ball nahmen zwei Soester Vincent Schulte in die Zange – und Schiri Stork zeigte auf den Punkt. Silas Burke schnibbelte den Ball lässig in die Mitte des Soester Tores – das 1:2 (73.).
Borussias Trainer Westers riskierte mit zunehmender Spielzeit alles, brachte Stürmer Afiemo (78.) für „Sechser“ Hagel, schickte Innenverteidiger Ohde in der Schlussphase als zusätzliche Spitze nach vorne. Doch der erhoffte Effekt blieb aus. Als der Referee nach Ablauf der sechsminütigen Nachspielzeit die Partie abpfiff, stand die dritte Borussen-Pleite in Folge fest. 0 Punkte und 1:10 Tore aus den letzten drei Partien – die Borussia bleibt weiterhin in der Abwärtsspirale.
Die Trainerstimmen
Ein „rassiges Spiel“ hatte Soest-Trainer Dustin Hamel gesehen. „Wir waren personell aufgrund vieler verletzter oder angeschlagener Spieler nicht in der besten Situation. Wollten aber zeigen, dass wir die Fußball-Grundtugenden, die hier in Emsdetten gelebt werden, genau so gut können wie die Borussen. Wir müssen uns bei unserem überragenden Schnapper bedanken. Zudem hat der Schiedsrichter das Spiel durch einen unberechtigten Elfmeter noch mal spannend gemacht.“
Borussia-Coach Roland Westers: „Die Niederlage ist natürlich extrem bitter. Im Gegensatz zu den beiden letzten Spielen haben wir heute alles auf den Platz gebracht, haben bis zum Schluss daran geglaubt, haben alles rausgehauen. Sehr, sehr bitter – aber die Chancen von Silas Burke oder Vincent Schulte machen wir zurzeit leider nicht rein. Aber wenn wir weiter hart arbeiten und die nötige Disziplin an den Tag legen, dann werden wir uns auch bald wieder belohnen.“

