Borussia muss schnell zurück in die Spur

29.03.2025

Fußball-Westfalenligist empfängt Soest

-mho-EMSDETTEN. Wohin geht Borussia Emsdettens Reise? Aufstiegskampf? Oder rutscht der Westfalenligist tatsächlich noch mal ganz unten rein? Blicken wir mit Roland Westers doch zuerst nach oben. Schließlich beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter Hiltrup nur sechs... „Stopp“, fällt uns der Trainer ins Wort, „das ist totaler Mumpitz. Wir haben nicht sechs Punkte Rückstand, sondern elf Punkte Vorsprung.“

Sein Augenmerk gilt also allein der Sicherung der Klasse. Sollte der Tabellen-Neunte so weitermachen wie zuletzt, dann droht er in der Tat nach unten durchgereicht zu werden. Zumal Westers ahnt, wie es zum Saisonende hin mal wieder ablaufen dürfte. Die Teams, für die es um nichts mehr geht, lassen es schleifen, die um Rettung kämpfenden Kellerkinder sind die Nutznießer. Westers: „Hinten raus wird unten noch richtig gepunktet. Bis dahin solltest du durch sein.“

Auch ihre Ausgeglichenheit macht die Liga so tückisch. Im Nachholspiel am Mittwoch rang Schlusslicht SuS Neuenkirchen den Primus Hiltrup 3:1 nieder. Und zeigte dabei, „wie man Spiele gewinnt“, lobt Westers den Einsatzwillen. Bei seiner eigenen Truppe hat er ihn zuletzt vermisst. Ein Beleg: Bis zum 19. Spieltag stellte Borussia gemeinsam mit Maaslingen und Peckeloh die beste Defensive (jeweils 21 Gegentreffer). In den beiden Partien danach gegen Mesum (0:3) und zuletzt in Nottuln (0:5) herrschten hinten jedoch Tage der offenen Tür. „Das hatte sich vorher schon bei unserem 3:2-Sieg gegen Kinderhaus und dem 1:1 in Espelkamp angedeutet“, meint Westers. In beiden Partien hätte es im eigenen Kasten deutlich häufiger klingeln können.

Bis dahin, so Westers, „haben wir in dieser Saison einen richtig guten Job gemacht“. Doch der erarbeitete Riesen-Vorsprung auf die Abstiegsränge sorgte offenbar für Zufriedenheit nach dem Motto: „Wir haben unser Saisonziel auf jeden Fall erreicht, und damit ist auch gut. Nee, es ist nicht gut“, warnt der Coach. „Die Grundordnung und die gute Arbeit gegen den Ball haben zuletzt arg gefehlt. Da müssen wir schnell wieder hinkommen.“

Am besten direkt im Heimspiel am Sonntag, 30.03.25 - 15:00Uhr gegen Westfalia Soest. Das 0:2 im Hinspiel war laut Westers „das einzige Spiel in der Hinrunde, das wir verdient verloren haben“. Soest verfügt nicht nur über Zehn-Tore-Mann Mario Jurss, sondern besitze insgesamt einen breiten Kader, sagt Westers. Der Tabellenvierte darf bei drei Punkten Rückstand auch noch nach oben schielen.

Laurentiu Tuca fehlt noch, hat laut Diagnose aber viel Glück gehabt. Bei seiner im Testspiel im Februar erlittenen Knieverletzung, die erst jetzt genauer beäugt wurde, sei er knapp an einem Bruch und einem Kreuzbandriss vorbeigeschrammt, so Westers. Bitter: Henrik Laumann ist im Training umgeknickt, fällt schlimmstenfalls bis Saisonende aus. Gegen Soest fehlen auch weiterhin Felix Hinterding sowie Tobias Klostermann, der in Nottuln mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz musste.

Henrik Laumann