Afiemo will Nottuln zeigen, was er kann

22.03.2025
Westfalenligist Borussia muss auswärts ran Für zwei Borussen ist es am Sonntag in Nottuln (Anpfiff 15 Uhr) eine spezielle Westfalenliga-Partie. Zum einen für Noah Afiemo. Ist er extra-motiviert? „Ja, doch“, antwortet der pfeilschnelle Offensivmann, „ich freue mich natürlich, gegen meinen künftigen Verein zu spielen und will meine Qualitäten unter Beweis stellen.“ Marius Holthaus Von Marius Holthaus Emsdetten · Fußball Freitag, 21.03.2025 - 18:00 Uhr Beim 2:1-Hinspielsieg gegen GW Nottuln durfte Noah Afiemo (r.) erst ab der 62. Minute ran. Am Sonntag hofft er auf einen Startplatz. Vor einigen Wochen hatte der 21-Jährige erklärt, die Borussia nach nur einer Saison wieder zu verlassen. Seine Beweggründe? „Ich muss gucken, wo ich fußballerisch am besten hinpasse.“ Nottuln plane mit ihm in erster Linie als Mittelstürmer, seine bevorzugte Position. Bei Borussia ist sie durch Silas Burke blockiert, Afiemo muss meist über die Flügel kommen. Zudem, sagt er, setze Nottuln mehr auf Offensive und Ballbesitz, Borussia sei eher abwartend und defensiv orientiert. Nach einer für ihn schwierigen Hinrunde ist Afiemo gut ins neue Jahr gestartet. Die Partie in Espelkamp verpasste er zwar krankheitsbedingt, stand aber in den drei anderen Partien auf dem Platz und traf gegen Kinderhaus (3:2) und in Bockum-Hövel (1:0) jeweils zum Sieg. „Zwei Tore aus drei Spielen ist nicht schlecht“, sagt er. Darf Afiemo am Sonntag gegen Nottuln von Beginn an ran? „Er steht im Kader“, lässt sich Trainer Roland Westers wie immer nicht in die Karten schauen. Für ihn selbst ist es am Sonntag eine Reise in die Vergangenheit. Großes Gerede will er darum aber nicht machen. „Letztes Jahr war es noch komisch. Mittlerweile aber ist meine Nottulner Zeit ja zwei Jahre her. Ich kenne da noch viele Leute und freue mich auf das Spiel. Ich bin ja nicht im Bösen gegangen.“ Anzeige Borussen-Trainer Roland Westers (l.). Borussen-Trainer Roland Westers (l.). | Foto: Thomas Strack Sehr angefressen ist Westers allerdings am vergangenen Sonntag nach Hause gegangen. Wie lange hatte er an der 0:3-Derby-Enttäuschung gegen Mesum zu knabbern? „Bis Dienstag nach dem Training.“ Eine Erklärung für den blutleeren Auftritt fand er zwar nicht, immerhin aber gab die Truppe im Training Gas. Eine Reaktion will Westers nun auch in Nottuln sehen: „Ja, das sollte passieren.“ Zwei Leistungsträger fehlen: Jule Hölscher ist Gelb-Rot-gesperrt, Laurentiu Tuca bekam vom Arzt eine zehntägige Pause verdonnert und soll zudem sein Problem-Knie, an dem es ihn im letzten Testspiel am 8. Februar erwischt hatte, jetzt doch besser mal im MRT checken lassen. Linus Schnieders (krank) ist fraglich, Jasper Dreinemann steht wegen seines Studiums in Kiel nur noch in Ausnahme-Fällen zur Verfügung. Die Pleite gegen Mesum holte Borussia aus möglichen Aufstiegsträumen. Westers‘ Blick ging und geht eh eher nach unten. Dass durch die jüngsten Siege von Nieheim und Delbrück der Vorsprung auf die Abstiegsränge auf zwölf Punkte geschrumpft ist, hat Westers „natürlich zur Kenntnis genommen. In unserer ausgeglichenen Liga muss man alles im Blick haben.“
img-0553