Westfalenligist Borussia Emsdetten muss nicht nur die 0:3-Derby-Klatsche gegen den SV Mesum verkraften, sondern auch den Abgang von Torhüter-Talent Engin Shegaj (19) im Sommer. Der Keeper, der erst vor dieser Saison aus der A-Jugend des FSV Ochtrup zum Teekotten kam, will künftig beim Landesligisten SV Burgsteinfurt die Nr. 1 zwischen den Pfosten werden. Das bestätigten SVB-Trainer Christoph Klein-Reesink und Borussias Sportleiter Hans-Dieter Jürgens gegenüber der EV.
„Ich kenne Engin noch aus seiner Ochtruper Zeit. Wir haben auf der Torhüter-Position Bedarf, da Hannes Schäperklaus nach Mesum wechselt. Engin kommt aus der Region, hat viel Qualität und in den beiden Probetrainings-Einheiten bei uns überzeugt“, erklärte SVB-Coach Klein-Reesink.
„Wir hätten Engin natürlich gerne gehalten“, sagte HD Jürgens. „Aber er hat nun mal den Anspruch, in einer höherklassigen Liga die Nr. 1 zu sein.“ Und da hat er es bei den Borussen schwer, müsste er doch an Stammkeeper Luca Dömer vorbei, der seine Klasse noch am Sonntag gegen Mesum wieder in zahlreichen Szenen gezeigt hat. „Wir nehmen es Engin nicht übel, dass er uns verlässt“, betont Jürgens, der sich nun auf die Suche nach einem neuen Torhüter machen muss.
Einen neuen Innenverteidiger hat er bereits gefunden: „Max Siepmann (Bild) aus der U19 von Grün-Weiß Nottuln wechselt zur neuen Saison zu uns“, so HD Jürgens. Das Defensivtalent hat zuvor schon in der Jugend des FC Gievenbeck und SC Münster 08 „höherklassig gespielt“, so Jürgens. „Damit haben wir jetzt 19 Spieler für die kommende Saison fest.“
Mit dem aktuellen Kader hat Jürgens die Gespräche beinahe beendet. Nur bei Felix Hinterding und Johannes Sommer sei noch offen, ob sie auch in der kommenden Spielzeit für Borussia am Ball sein werden.
Als Abgänge stehen neben Keeper Shegaj bisher Laurentiu Tuca (zu SpVgg Vreden) und Noah Afiemo (zu GW Nottuln) fest. Darüber hinaus wird Jasper Dreinemann, der erst seit 2025 für Borussia spielberechtigt ist, den Klub in Kürze wieder verlassen. Sportleiter Jürgens: „Er wird ein Studium in Kiel aufnehmen und uns daher nur noch in Not-Situationen zur Verfügung stehen.“

