„Ich hoffe, er wird nicht sauer sein“

13.03.2025

Fußball: Borusse Attila Szabo fiebert dem Derby gegen Ex-Verein Mesum entgegen / Forsche Aufstiegs-Töne

EMSDETTEN. Derby-Zeit am kommenden Sonntag! Westfalenligist Borussia Emsdetten empfängt den SV Mesum. Einer brennt ganz besonders auf diese Partie: Attila Szabo. Aufgrund zu geringer Einsatzzeiten hatte er Mesum Mitte der Vorsaison Richtung Borussia verlassen. Ist er heiß darauf, seinem Ex-Verein zu zeigen, was er draufhat? „Auf jeden Fall“, antwortet der 21-Jährige. Er freue sich am Sonntag nicht nur „auf die alten Kollegen und Freunde“, sondern will ihnen auch demonstrieren, „dass ich mich verbessert habe. Vielleicht schieße ich ja auch mein erstes Saisontor“, meint der kampfstarke defensive Mittelfeldmann schmunzelnd.

Da gibt es nur ein Problem: „Ich wäre überrascht, wenn ich von Beginn an spiele.“ Zuletzt beim 1:1 in Espelkamp stand Szabo zwar in der Startformation, da waren jedoch die beiden Sechser Kai Deradjat (Gelb-Rot) und Mats Hagel (5. Gelbe) gesperrt. Beide kehren nun zurück in den Kader. Für Szabo kommt erschwerend hinzu, dass er wegen seiner Ausbildung nur zwei von drei Trainingseinheiten pro Woche mitmachen kann. Aus dem Grund hatte es der Ochtruper nach seinem Wechsel vor einem Jahr auch erst mal schwer, hatte – wie zuvor schon in Mesum – bei Borussia „weniger Einsatzzeiten als geplant“. Als aber im Laufe der Rückrunde mehrere Spieler verletzt oder gesperrt wegbrachen, kam seine Chance. Und er nutzte sie mit starken Leistungen. Er selbst drückt es so aus: „Ich glaube, der Trainer war zufrieden mit mir.“

Weiß Szabo, was am 4. Mai ist? „Am 4. Mai? Nein ... Oder spielen wir da vielleicht gegen Hiltrup?“ So ist es. An jenem 26. Spieltag tritt Borussia beim derzeitigen Tabellenführer an. Oder interessiert die Emsdettener der TuS gar nicht? „Doch“, antwortet Szabo, „wir gucken immer, wie die gespielt haben.“ Bis auf drei Punkte hat sich Borussia mittlerweile an den Spitzenreiter rangepirscht. „Unser Problem ist“, merkt Szabo an, „dass die ein Spiel weniger gemacht haben als wir.“ Dennoch sagt er selbstbewusst: „Wir hoffen auf Platz eins und dass wir aufsteigen können. Aber klar wird es schwierig.“

Darf sein Trainer Roland Westers solche Titel-Träumereien hören? Der Coach bügelt zumindest der Presse gegenüber das Thema stets ab, betont, Borussia sei kein Aufstiegskandidat. Attila Szabo lacht, sagt: „Er kann es ruhig hören. Ich hoffe nur, er wird nicht sauer sein auf mich.“

img-0834