Einmal lachte sich Borussias Trainer kaputt

14.12.2024
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Fußball

Einmal lachte sich Borussias Trainer kaputt

Westfalenliga: Roland Westers zieht Hinrunden-Fazit

Was waren Borussia Emsdettens Hinrunden-Highlights? Was muss besser werden? Welcher war der lustigste Moment? Roland Westers, Trainer des Westfalenliga-Achten, zieht ein Zwischenfazit.

Trainer Roland Westers überwintert mit Borussia Emsdetten als Westfalenliga-Achter. | Foto: Thomas Strack

Furios startete Borussia Emsdetten in diese Westfalenliga-Saison: 4:1-Sieg bei SF Ostinghausen, Tabellenführung! Auch danach tummelte sich der Vorjahres-Abstiegskandidat stets in der oberen Tabellenhälfte. „Kann gerne so bleiben“, sagt Trainer Roland Westers mit Blick auf die zweite Saisonhälfte.

 

Wie fällt das Zwischenfazit aus? Wir haben Westers einige Stichworte hingeworfen.


  • Der Saisonstart in Ostinghausen: „Eines der besten, wenn nicht sogar das beste Spiel von uns“, erinnert sich Westers gerne an den 4:1-Auswärtstriumph zurück.
  • Weitere Highlights: „Die drei Heimspiele gegen die Spitzenreiter“, antwortet Borussias Coach. Im Oktober und November empfing Emsdetten zufälligerweise nacheinander den zu dem Zeitpunkt jeweils amtierenden Tabellenführer – und blieb dabei gegen SV Rödinghausen II (2:2), TuS Hiltrup (1:0) und SC Peckeloh (1:1) ungeschlagen. Westers: „Insbesondere die 1. Halbzeit gegen Peckeloh war erste Sahne.“
  • Die besonders bitteren Momente: Dazu fällt Westers direkt „der gesamte Tag in Soest“ ein. Genau genommen begann das Elend schon auf dem Weg dorthin, als Borussias Mannschaftsbus im Stau feststeckte. Die Spielvorbereitung war dadurch empfindlich gestört, der Anpfiff konnte erst verspätet ertönen, Borussia dümpelte in eine 0:2-Auswärtsschlappe hinein. „Da war nicht viel los“, sagt Westers über den Auftritt.
  • Borussias Stärken: „Die Einsatz- und Laufbereitschaft, der Wille auf dem Platz.“
  • Das muss besser werden: „Das Spiel mit dem Ball, also der Ballbesitz-Fußball.“
  • Die Neuzugänge: Aus Zeitgründen will Westers nicht auf jeden einzelnen der vielen Neuen eingehen, sagt daher allgemein: „Einige sind komplett eingeschlagen. Andere weniger, was bei 12, 13 Neuen klar ist.“ Entsprechend seien Spieler vereinzelt auch unzufrieden mit ihren Einsatzzeiten. Einer – Dani Fahad – hat den Verein schon wieder verlassen. Westers über den im Sommer vollzogenen enormen Umbruch: „Ich denke, wir haben den Kader für die Zukunft gut aufgestellt.“
  • Spieler der Hinrunde: „Darauf kriegst du keine Antwort von mir“, stellt Westers klar. „Es waren einfach zu viele, die richtig gut performt haben. Viel zu viele haben einen riesigen Job erledigt.“
  • Der lustigste Moment: „Die 90. Minute gegen Maaslingen“, schaut der Coach mit großem Grausen auf den 17. November zurück. „Das Spiel hätten wir 0:8 verlieren müssen und machen stattdessen in letzter Minute den 1:1-Ausgleich. Da war null Freude, man hat sich einfach nur kaputtgelacht.“
  • Ausblick auf die Rückrunde: „Am Ende des Tages“, so Westers, „haben wir eine sehr ordentliche Hinrunde gespielt, aber wir haben noch nichts erreicht. Wenn wir in der Rückrunde null Punkte holen, werden wir sicher absteigen. Insbesondere der Auftakt am 16. Februar in Bockum-Hövel ist überragend wichtig.“
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