Einmal noch, Borussia

30.11.2024

Im Heimspiel gegen Ostinghausen müssen die Dettener die letzten Kräfte mobilisieren

Christoph Niemeyer

EMSDETTEN. Die Borussen sind müde. Vier Unentschieden gab es zuletzt in der Meisterschaft, darunter das Dusel-1:1 gegen Maaslingen. Dann am vergangenen Freitag das 1:3 Kreis-Pokal-Aus bei Liga-Konkurrent SV Mesum. Der letzte Sieg der Rot-Weißen ist lange her. Am 20. Oktober war‘s, das 1:0 über Spitzenreiter TuS Hiltrup.

Die Borussen brauchen Pause. Doch bevor es in die Winterpause geht, muss die Mannschaft von Trainer Roland Westers am Sonntag noch mal die letzten Kraftreserven zusammenkratzen, „alles reinschmeißen“ – und das Heimspiel gegen SF Os-tinghausen (Anstoß: 14.30 Uhr, Walter-Steinkühler-Stadion) gewinnen. Wie soll das gehen? Gegen Maaslingen und Mesum waren die Dettener über weite Strecken dem Gegner „in allen Belangen unterlegen“, wie Coach Westers ehrlich eingesteht.

Seine Rot-Weißen müssen eben in jedem Spiel ans Limit gehen, um eine reelle Siegchance in der Westfalenliga zu haben. Das geht an die Substanz. „Die Jungs sind platt, brauchen die Pause“, weiß Westers. Dennoch wird er sein Team einmal noch motivieren: „Es wird darum gehen, ob wir es schaffen, die letzte Kräfte zu mobilisieren.“

Gelingt das, ist auch gegen „fußballerisch eines der besten Teams der Liga“ (Westers), eben SF Ostinghausen, ein Sieg drin. Dann könnten die Emsdettener (7. Platz, 23 Punkte) gar auf Rang zwei der Westfalenliga überwintern, liegen sie doch in der ganz breiten Spitzengruppe, die von Platz zwei (Rödinghausen II, 25 Zähler) bis zu Rang neun (SF Ostinghausen (23 Punkte) reicht.

„Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir am Ende der Hinrunde nur zwei Punkte hinter dem Tabellenzweiten liegen, das hätte ich sofort unterschrieben“, ist Westers mit dem bisherigen Saisonverlauf bestens zufrieden. Noch besser wäre es, wenn sein Team mit einer letzten, erfolgreichen Kraftanstrengung das Fußball-Jahr 2024 abschließen würde. Personell: Vincent Schulte (Gelb-Sperre) fehlt, Kai Deradjat und Silas Burke sind wohl noch nicht fit genug für einen Einsatz. Dafür ist mit dem Ex-Hiltruper Jasper Dreinemann ein Defensivspieler erstmals für Borussia spielberechtigt.

Roland Westers