Die unkaputtbare Borussia empfängt Maaslingen

16.11.2024

Westfalenliga: Emsdetten fehlen vier Startelf-Kandidaten

Mit Personalsorgen empfängt Fußball-Westfalenligist Borussia Emsdetten am Sonntag RW Maaslingen. Gleich vier Startelf-Kandidaten fehlen. Dennoch wirkt die Borussia in dieser Saison irgendwie unkaputtbar.

Nach einem Zusammenstoß am vergangenen Sonntag im Spiel beim SuS Neuenkirchen (1:1) muss Borussia Emsdettens Julius Hölscher (2.v.re.) behandelt werden. Er steht an diesem Wochenende zu Hause gegen Maaslingen aber zur Verfügung, während mehrere Teamkollegen ausfallen. | Foto: Thomas Strack

Etwas hat sich verändert bei Westfalenligist Borussia Emsdetten. In ihren Spielen strahlt die Truppe in dieser Saison stets aus, dass ihr nichts passieren kann, dass schon alles gut werden wird. Trainer Roland Westers erhebt schmunzelnd leisen Einspruch: „Ganz so ist es ja nicht. Dann hätten wir in Kinderhaus nicht das Ding zum 1:2 in der 93. Minute kassiert.“ Das war damals am 3. Spieltag eine von nur zwei Saisonniederlagen. Ansonsten wirkt Borussia irgendwie unkaputtbar. Wie zuletzt beim 1:1 in Neuenkirchen, als sich die Gäste in der Nachspielzeit fast das 1:2 fingen, obendrein lag in der Szene ein Elfer-Pfiff in der Luft. Doch Emsdetten kam schadlos aus der Nummer raus.


Maaslingen stürmt die Tabelle rauf


Ganz anders lief es in der Vorsaison, als die Borussen in der Schlussphase ständig wankten und auch fielen. Wie im Heimspiel gegen RW Maaslingen: Quasi mit dem Abpfiff mussten sie das 1:1 schlucken, kauerten danach enttäuscht am Boden. Westers weiß aber: „Die Unsicherheit ist heute nicht mehr so da wie in der letzten Saison.“ Das will Emsdetten an diesem Sonntag einmal mehr beweisen, dann geht es erneut zu Hause gegen Maaslingen (Anstoß 14.30 Uhr). „Da kommt die Mannschaft der letzten Wochen auf uns zu“, warnt Westers. Den Saisonstart hatten die Gäste aufgrund arger Personalsorgen verpatzt. Doch kaum leerte sich ihr Lazarett, kletterte Maaslingen in der Tabelle nach oben. Seit Ende September sind sie ungeschlagen, liegen auf Rang vier, gleichauf mit Borussia.


Maaslingen, so Westers, bevorzugt einen ähnlichen Stil wie sein Team. Bedeutet: Sicherheit geht vor. Droht am Sonntag also eventuell ein lahmes 0:0? „Wäre doch super“, antwortet Westers. Dass er im Vorfeld ein Unentschieden unterschreiben würde, liegt wohl vor allem daran, dass ihm gleich vier Startelf-Kandidaten wegbrechen:


  • Silas Burke ist weiter verletzt.
  • Arian Kraushaar hat die 5. Gelbe Karte gesehen.
  • Mats Hagel ist krank.
  • Markus Weidel hat sich beim Donnerstag-Training die Schulter ausgekugelt, ein Krankenwagen musste anrücken. Westers: „Schlimmstenfalls ist die Saison für ihn gelaufen, falls was gerissen ist.“ Trotz des ausgedünnten Kaders betont der Coach: „Wir werden eine Westfalenliga-taugliche Truppe auf dem Platz haben.“

Satte neun Punkte Vorsprung hat Emsdetten auf die rote Zone. Dennoch guckt Westers in der Tabelle noch immer nach unten. „Vollkommen richtig“, bestätigt er. Wie viele Zähler Abstand auf die Abstiegsränge müssten es denn sein, damit er ein ruhiges Weihnachtsfest hat? „Wenn es zwölf sind, freue ich mir einen Keks in die Backe. Mit neun oder zehn Punkten Vorsprung wäre ich auch zufrieden. Sind es am Ende acht, habe ich auch ein frohes Weihnachtsfest.“

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