Wird das 1:1 das Kacktor des Monats?

05.11.2024

Borussias kassiert einen späten wie ärgerlichen Ausgleichstreffer gegen den SC Peckeloh

-cni- EMSDETTEN. „Ärgerlich!“ So kommentierte Borussia-Torhüter Luca Dömer den späten Ausgleichstreffer des SC Peckeloh am Sonntag zum 1:1-Endstand im Spitzenspiel der Westfalenliga. „Dieses Sch...-Flippertor“, fluchte Borussia-Trainer Roland Westers, als er vom Platz stapfte. Und „Henni“ Ohde sagte gar nichts, trabte – wie viele seiner Teamkollgen – mit hängendem Kopf in Richtung Kabine.

War es doch ausgerechnet Kapitän Ohde, der dieses dumme wie späte Gegentor einleitete, als er in der 84. Minute beim Klärungsversuch den Peckloher Stürmer Parkes so vehement anschoss, dass die Kugel von dessen Fußballstiefel ins linke Eck des Borussen-Tores abprallte.

„Wenn du in der 83. Minute mit 1:0 führst, dann darfst du so ein Ding nicht mehr hergeben“, grantelte Keeper Dömer, der kurz nach dem 1:1 mit einer grandiosen Rettungstat gegen Baya Baya wenigstens noch diesen einen Punkt für die Emsdettener rettete, was ihn aber sichtlich nicht zufriedener stimmte.

„Den Ausgleichstreffer haben wir klasse herausgespielt“, scherzte Peckeloh-Trainer Markus Kleine-Tebbe nach der Partie und erntete bei der Pressekonferenz dafür viele Lacher.

„Dieses 1:1 könnte auch in die Auswahl für das Kacktor des Monats kommen“, mutmaßte Borussen-Trainer Roland Westers und erkundigte sich, ob jemand die Szene auf Video aufgenommen hätte. Dann könnte man den Treffer Arnd Zeigler zuschicken, der jeden Sonntagabend im WDR mit der Sendung „Die wunderbare Welt des Fußballs“ zu sehen ist. Und eben in dieser Sendung gibt es auch die Rubrik „Das Kacktor des Monats“, in der fünf oftmals skurrile Treffer gezeigt werden, aus denen die Zuschauer dann das „Kacktor“ wählen können.

Klar, das 1:1 war ein gerechtes Resultat, da Peckeloh in der 2. Hälfte viel Druck machte. Borussia verteidigte engagiert, brachte aber offensiv kaum noch was zustande. „Wir sind eben keine Truppe, die den Spitzenreiter spielerisch auf links ziehen kann“, erläuterte Coach Westers.

Er weiß, dass er sich auf seine Defensive verlassen kann. Doch mit Blick auf das anstehende Kreis-Derby am Sonntag beim SuS Neuenkirchen muss bei den Borussen offensiv mehr kommen: „Dort wollen wir die Punkte mitnehmen. Ein Dreier ist unser Ziel – und ich hoffe auf viel Fan-Unterstützung.“

roland-wetsers