Einmal verging Borussia das Lachen

19.09.2024

Westfalenliga: Zwischenfazit von Kapitän Hendrik Ohde

 

Nach diesem starken Saisonstart seines Westfalenliga-Teams hat Borussen-Kapitän Hendrik Ohde allen Grund, eine breite Brust zu zeigen. | Foto: Thomas Strack

Die ersten Spieltage sind absolviert. Allmählich zeichnet sich für die Emsdettener Fußballteams ab, wohin die Reise in dieser Saison gehen könnte. Zeit also für ein erstes Zwischenfazit. Nicht aber mit den Trainern, mit denen wir oft genug quatschen. Uns interessiert die Meinung der Kapitäne. Also auch die von Hendrik Ohde, der bei Westfalenligist Borussia Emsdetten die Binde trägt. Nach 6 Spielen (3 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage) steht seine Mannschaft mit 11 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz.


Zufrieden, Hendrik Ohde?


Hendrik Ohde: Sehr zufrieden. Das ist ein gelungener Saisonstart. Nach den vielen Ab- und Zugängen wusste vor der Saison keiner, wo genau wir stehen. Von daher ist das schwer in Ordnung. Ein bis zwei Punkte hätten es nach den Spielverläufen sogar mehr sein können.


Wann hattet ihr bisher am meisten zu lachen?


Erst mal natürlich im Trainingslager vor der Saison, als die Neuzugänge beim Singen ihre Engelsstimmen präsentieren durften. Silas Burke hatte dabei einen starken Auftritt. Der von Attila Szabo, der ja Mitte der Vorsaison zu uns kam und das Singen noch nachholen musste, war – sagen wir mal – ausbaufähig. Und dann war auch nach unserem 4:1-Auftaktsieg bei SF Ostinghausen die Stimmung auf der Rückfahrt im Bus natürlich besonders ausgelassen.


Wann ist euch das Lachen mal vergangen?


Die 1:2-Niederlage in Kinderhaus durch den Gegentreffer in der Nachspielzeit war super ärgerlich. Ein sehr bescheidener Moment.


Was sind bisher eure Stärken?


Die Intensität im Training, dazu das gute Umschaltspiel, offensiv wie defensiv.


Was muss besser werden?


Die Torausbeute. Ein Zu-Null-Spiel wäre auch mal gut.


Auf welchem Tabellenplatz werdet ihr die Saison beenden?


Schwere Frage. Es sind ja erst sechs Spieltage rum, unser Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt auch nur 5 Punkte. Ich würde uns irgendwo zwischen Platz fünf und acht einordnen.


In der vergangenen Saison hattest du gestandene Westfalenliga-Innenverteidiger wie Mo Uphoff und Marius Klöpper an deiner Seite. Hast du es für einen schlechten Scherz gehalten, als es im Sommer hieß, künftig wird es Linus Schnieders aus eurer A-Liga-Reserve sein?


Nein, gar nicht. Vor Heimspielen gucken wir immer bei unserer Zweiten zu. Da hat man schon gesehen, dass Linus echt Potenzial hat. Wir wollten ihn ja früher schon hochziehen, aber ihm hatte es gereicht, mit seinen Kumpels in der Zweiten zu spielen. Jetzt hat er sich zum Glück doch entschieden, den Schritt zu wagen und macht es richtig gut, ist ruhig am Ball, abgeklärt und zweikampfstark. Nein, da hatte ich nie Bauchschmerzen.

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