Frauen-Landesligist startet schon Donnerstag in die Saison

22.08.2024

Niemand unterschätzt Borussia

 

Borussen-Trainer Birger Röber (rechts kniend) mit seiner Landesliga-Mannschaft während eines Testspiels. In der Vorbereitung stand dem Coach meist nur ein knapper Kader zur Verfügung. Am Donnerstagabend nun starten Emsdettens Frauen um 19.30 Uhr am heimischen Teekotten gegen Arminia Ibbenbüren II in die Saison. | Foto: Thomas Strack

Frühstart für Borussia Emsdettens Landesliga-Fußballerinnen. Weil am kommenden Wochenende Spielerin Ann-Christine Klose ihre Hochzeit feiert, trägt der Vorjahreszweite seine Auftaktpartie bereits am Donnerstagabend aus. Um 19.30 Uhr ist Arminia Ibbenbüren II zu Gast.


Wie ist Borussia drauf, was sitzt in diesem Jahr drin? Trainer Birger Röber analysiert die Lage.


Thema Vorbereitung:


Der Coach sah Licht und Schatten. Negativ: „Es sind uns zu viele Testspiele weggebrochen.“ Auch dass der Kader in der Vorbereitung immer wieder große Lücken aufwies, störte. Doch diejenigen, die trainierten, waren voll bei der Sache. Auch in den letzten drei Testspielen war Röber mit Spielfreude, Einstellung und Intensität sehr einverstanden.


Thema Spielsystem:


„Wir sind sehr variabel“, so Röber. Je nach Gegner und eigenem zur Verfügung stehenden Kader könne Borussia reagieren. Fakt ist: „Wir wollen keinen Defensivfußball spielen, wollen unsere Qualitäten auf den Platz bringen.“ Dazu gehört: kaum lange Bälle, stattdessen ein Flachpass-Aufbauspiel.


Thema Neuzugänge :


Torhüterin Marita Theele ist laut Trainer „menschlich und leistungstechnisch ein riesiger Gewinn“. Sofie Tecklenborg (Außenverteidigerin oder rechtes Mittelfeld) aus der eigenen U17 „spielt frisch, frei, fröhlich drauflos, was ich in dem Alter genau so mag. Da gebe ich weniger taktische Grundsachen mit. Sie soll einfach ohne Angst Fußball spielen, macht das sehr gut.“ Auch Stürmerin Kristina Evsin kommt frisch aus der U17 (vom Osnabrücker SC), muss in Sachen Tempo und Intensität noch aufholen.


Wie stark schätzt Röber die Liga ein?


„Die ist stark wie immer“, betont der Borussen-Trainer. Oben dabei sieht er Nottuln, Billerbeck und Auftaktgegner Arminia Ibbenbüren II. Als mögliche Überraschungen sieht er Blau-Weiß Aasee, die schon in der Vorbereitung überzeugten. Dazu Langenhorst-Welbergen. „Sie haben bereits letzte Saison überzeugt, haben außerdem eine gute U17.“ Hinzu kommt Borussia Münster, was seltsamerweise mit Preußen Münsters Männern zusammenhängt. „Als Zweitligist sind sie jetzt nach dem Aufstieg verpflichtet, sich im Frauenfußball zu engagieren“, weiß Röber. Statt eine eigene Frauen-Abteilung aufzubauen, wählten die Preußen die andere Möglichkeit und suchten sich einen Kooperationsverein: Borussia Münster. Die haben dadurch neue finanzielle Möglichkeiten.


Was sitzt für Borussia Emsdetten in diesem Jahr drin?


Wir sollten unter den ersten 2 bis 4 zu finden sein“, meint Röber. Platz 1 will er nicht als Ziel ausrufen, dafür seien zu viele Unwägbarkeiten im Spiel. Zum einen werde kein Gegner den Vorjahres-Zweiten unterschätzen. Röber: „Wir müssen Woche für Woche top Leistungen bringen. Konstanz über ein ganzes Jahr, das ist die große Herausforderung.“ Problematisch ist die Trainingssituation im Winter, Borussia verfügt bekanntlich über keinen Kunstrasen. Zudem wisse man nie, wie sehr das Verletzungspech zuschlägt.


Der Saisonauftakt:


„Für mich haben die die besten Möglichkeiten in der Liga“, sagt Röber über Auftaktgegner Arminia Ibbenbüren II. Das Team könne immer mal wieder vom Westfalenliga-Kader unterstützt werden, kann zudem auf die starke U17 (Regionalliga) bauen. Knüpft Borussia am Donnerstagabend an die Testspiel-Leistungen an, „dann bin ich überzeugt, dass wir dieses sehr schwierige Auftaktspiel gewinnen können“, sagt Röber.


Aus gesundheitlichen oder privaten Gründen fehlen Ina Teltenkötter, Jennifer Watson und Eva Lukasiewicz, die erkältete Anita Kötter ist fraglich. Aus der U17 stößt wieder Anni Wolters hinzu, die Röber bereits in der Vorbereitung „mit ihrer Begeisterung und Qualität“ überzeugt hat.

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